Michael Feierabend

Date of Birth:
02.03.1912, Kempten
Deceased:
08.08.1941, Hartheim

Residencies

Milchberg 22
Schlossermauer 35
Kirchgasse 22/II

Places of persecution

Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren
in Hartheim

Biography

Feierabend Michael, geb. 2.3.1912 in Kempten, ermordet am 8.8.41 in Hartheim, letzter freier Wohnsitz: Kirchgasse 22/III

Michael Feierabend ist am 2. März 1912 in Kempten im Allgäu geboren. Seine Eltern sind der Schneider Michael (geb. 1882) und die Hausfrau Veronika Feierabend, geb. Fischer (geb. 1877), die beide aus Westerheim stammen1 . Das Paar heiratet am 19. Februar 19122 und zieht 1917 nach Augsburg. Die Familie wohnt zuerst Am Schwall 13, später am Milchberg 22, dann an der Schlossermauer 35. Ab Februar 1922 wohnt die Familie Feierabend in der Kirchgasse 223 .

Meldekartei Fam. Feierabend

Nach dem Tod seiner Frau Veronika im Januar 1923 heiratet Michaels Vater am 18. Mai 1924 die 13 Jahre jüngere Maria, geb. Hamp4 aus Neuhäder. Maria bringt die Tochter Mathilde Hamp, geb. 1921, mit in die Ehe. Gemeinsam haben sie einen Sohn Adolf (geb.1925)5 .

Adressen der Familie in Augsburg

Einlieferung in die Pflegeanstalt Schönbrunn

Michael Feierabend jr. wird im Alter von 14 Jahren am 9. August 1926 in die Pflegeanstalt Schönbrunn/Röhrmoos in Oberbayern überwiesen6 . Michael leidet unter unregelmäßig wiederkehrenden epileptischen Anfällen. Wahrscheinlich ist er infolge Sauerstoffmangels bei der Geburt bzw./und frühkindlicher Meningitis geistig beeinträchtigt7 .
Die Unterlagen aus dem Gesundheitsamt Augsburg sind hinsichtlich der Länge seines Aufenthaltes in Schönbrunn nicht eindeutig. Das Wohlfahrsamt spricht im April 1934 davon, dass Michael von 1926-1928 in Schönbrunn gewesen sei, demnach müsste Michael noch einmal nach Hause entlassen worden sein. Sein Vater äußert am 2. August 1934, sein Sohn sei bereits seit 7 Jahren in Schönbrunn8 . Jedenfalls kommt er auch von Schönbrunn aus in die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren9 .

Die Heilanstalt Schönbrunn

Ursprünglich hatte Gräfin Viktoria von Butler-Haimhausen 1861 in Schönbrunn ein „Armen-Mädchenhaus“ gegründet. Sie wollte ein Zuhause für Menschen mit geistiger Behinderung schaffen und jungen Frauen und Mädchen aus armen Verhältnissen Erziehung und Ausbildung ermöglichen. 1911 übernahm die franziskanische Ordensgemeinschaft die Organisation des Hauses. Die Franziskanerschwester wohnten mit den betreuten Menschen nach dem Familienprinzip in verschiedenen Wohngruppen zusammen. Auf diese Weise erzielten die Schwestern ein Höchstmaß an persönlicher Förderung und erzogen die Insassen zur Übernahme sozialer Verantwortung. 1936 lebten 1205 Betreute in Schönbrunn10 .

Abmeldung aus Schönbrunn 28.11.1940
Anmeldung in Kaufbeuren 28.11.1940

Ab 1940 wurden insgesamt 905 Bewohner in andere Anstalten verlegt, größtenteils in das Bezirkskrankenhaus Haar. Von ihnen wurden 546 Menschen im Rahmen der NS-Krankenmorde ermordet, davon 196 in der NS-Tötungsanstalt Hartheim bei Linz11 .

Überweisung in die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren

Zu Beginn der „Euthanasie“-Aktion wurden aus ganz Bayern, vor allem aber aus dem Regierungsbezirk Schwaben ab Sommer 1940 Patienten anderer Anstalten nach Kaufbeuren verlegt. So kamen viele Personen aus Ursberg, Holzen, Pfaffenhausen, Glött, Lauingen, Lautrach, Schweinspoint, Günzburg und aus den Kinderheimen Möhren und Stein ins Allgäu, um von dort aus in den Tötungsanstalten ermordet zu werden.12
Dr. Faltlhauser war im Januar 1940 von seinem früheren Mitarbeiter und späteren Direktor von Eglfing-Haar, Dr. Hermann Pfannmüller, vom ersten reichsweiten Transport von Münchener Patienten in die Tötungsanstalt Grafeneck am 18. Januar 1940 informiert worden13 . Am 15. August 1940 wurde schließlich Dr. Faltlhauser zu einem Anwerbungstreffen in die Tiergartenstraße 4 eingeladen. Faltlhauser wurde zum „T 4-Gutachter“ ernannt, und bereits am 26. August 1940 erfolgte der erste Krankentransport von Kaufbeurer Patienten in die Tötungsanstalt in Grafeneck14 . Insgesamt erfolgten 10 Transporte mit insgesamt 687 Patienten in die Tötungsanstalten Grafeneck und Hartheim15 .

Überführung nach Kaufbeuren am 28.11.40

Ehe Michael Feierabend auf Anordnung von höchster Stelle in die Heil- und Pflegeanstalt nach Kaufbeuren überwiesen wurde, stellte der Anstaltsleiter in Schönbrunn, Dr. Steinbacher, ausdrücklich fest, dass Michael Dienste in der Abteilung geleistet, Essen aus den Küchen geholt, Kranke getragen und überall mit angepackt habe. Mit einer Entlassung Michael Feierabends sei aber nicht zu rechnen gewesen16 . Michael hat ein freundliches Gesicht, kurze dunkelbraune Haare und braungraue Augen sowie eine kräftige Muskulatur.
Michael Feierabend sollte in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren nicht therapiert werden. Wie die Patienten aus den anderen Pflegeanstalten war sein Aufenthalt in Kaufbeuren nur als Zwischenstation geplant. Dementsprechend fiel der Krankenbogen, der über ihn erstellt wurde, denkbar knapp aus und ist nur eine Seite lang, obwohl er doch 9 Monate in der Heilanstalt verblieb.
Michael wurde in der Abteilung A 2 untergebracht und war in der Tütenkleberei angestellt, konnte sowohl die deutsche wie die lateinische Schrift gut lesen und besorgte sich selbst.

Anmeldung in Kaufbeuren 28.11.1940
Der letzte Eintrag im Krankenbogen lautete: - 8.8.41: „Pat. ist heute verlegt worden. Er war im Allgemeinen immer gut zu haben. Er neigte jedoch zu leichten Erregungszuständen. … Seine ihm in der Tütenkleberei aufgetragenen Arbeiten hat er gut gemacht“.… Gez. W.
"Verlegung" aus Kaufbeuren 8.8.1941

Abtransport in die Tötungsanstalt Hartheim

Noch am gleichen Tag wurde Michael Feierabend gemeinsam mit weiteren 141 Patienten, darunter 36 Frauen und 4 Männer aus Augsburg, in den Grauen Bussen in die Tötungsanstalt Hartheim /Linz verbracht.

Tötungsvorgang in Hartheim/Linz17

Die Opfer kommen zur Westseite des Schlosses, die dort in einen Holzschuppen einfahren. Die Opfer betreten das Schloss durch einen Seiteneingang. Die Transportbegleiter führen die Opfer zum Entkleidungsraum im Nordflügel des Schlosses. Die Kleider jedes Opfers werden mit einer Nummer versehen und aufbewahrt, ebenso persönliche Gegenstände und Schmuck. Die Pflegerinnen besorgen die Registrierung und Entkleidung. Im Oktober 1940 werden 11 Pfleger und Pflegerinnen aus dem Personalstand der Heil- und Pflegeanstalt des Reichsgaues Wien in Ybbs nach Hartheim dienstverpflichtet. Nur Franz Sitter verlangt, nachdem er Einsicht gewonnen hat, um Enthebung von der Dienstverpflichtung und Einberufung zur Wehrmacht.
Die PflegerInnen führen die nackten Menschen in den sog. Aufnahmeraum in der Nordostecke des Erdgeschosses. Hier wartet der Arzt, um anhand der Krankenakten und der Transportlisten die Identität der Opfer zu überprüfen.
In Hartheim entscheidet dann der Arzt – Dr. Lonauer oder Dr. Renno – bei der letzten Begutachtung, ob der Mensch vor ihm als besonderer medizinischer Fall anzusehen ist, dessen Organe, vor allem das Gehirn, nach seiner Ermordung für die Forschung präpariert werden soll. Diese Opfer werden besonders gekennzeichnet, ebenso jene, die goldenen Zahnersatz besitzen. Die als „medizinisch interessant“ gekennzeichneten Opfer werden anschließend in der Fotozelle fotografiert.

Vergasung in Hartheim

Wenn die Opfer diese Prozeduren durchlaufen haben, bringen die Pflegerinnen sie in die Gaskammer. Die Gaskammer, ein Raum von ca. 25 m2, ist wie ein Brausebad eingerichtet. Sechs Brauseköpfe, in der ersten Zeit auch Lattenroste und hölzerne Sitzbänke, sollen diese Illusion hervorrufen. Maria Himmelsbeck, eine der Pflegerinnen schildert die Täuschung der Opfer: „Wenn sie ansprechbar waren, sagte man ihnen, sie würden gebadet. Viele freuten sich auf das Baden, auch wenn sie sonst nichts erfassten. Manche wollten sich nicht waschen lassen, man musste sie ins Bad zerren." 18
In der Regel werden 30-60 Menschen in die Gaskammer gebracht, bei größeren Transporten werden allerdings noch mehr in den kleinen Raum gepfercht. Wenn die luftdichten Türen verschlossen sind, lassen Dr. Lonauer oder Dr. Renno das Gas einströmen, indem sie im Nebenraum den Gashahn öffnen. Die Gasleitung verläuft am Boden der Gaskammer entlang der Wände, das verwendete Gas ist Kohlenmonoxyd, das in Stahlflaschen von der Firma IG Farben in Ludwigshafen geliefert wird. Die Tötungsmethode mittels Kohlenmonoxyds ist von dem Chemiker Alfred Albert? Widmann entwickelt worden, der beim Kriminaltechnischen Institut in Berlin beschäftigt ist.
Nach 10–15 Minuten Gaszufuhr sind die Menschen in der Gaskammer tot. Die Brenner warten noch ungefähr eine Stunde, bis sie die Gaskammer entlüften und die Türen öffnen.

Entnahme der Gehirne vor der Verbrennung

Die Toten, die zur Obduktion bestimmt worden sind, werden in den entsprechenden Raum gebracht, der sich im Westflügel gegenüber dem Totenraum befindet. Der Pfleger und Pathologiegehilfe Hermann Wentzel aus der Nervenklinik Berlin-Buch entnimmt den Toten die Gehirne oder andere Organe und konserviert sie in Formalin. Ein Teil der Gehirne geht nach Wien; welche weiteren Institutionen Abnehmer der Hartheimer Präparate sind, ist derzeit nicht bekannt19 .

Beseitigung der Leichen

Nun beginnt die eigentliche Arbeit der Brenner. Sie transportieren die Toten in den anliegenden Totenraum und separieren die gekennzeichneten Leichname. Vinzenz Nohel, der von April 1940 bis Dezember 1944 in der Tötungsanstalt arbeitet, gibt bei seiner Vernehmung an: „Das Wegbringen der Toten vom Gasraum in den Totenraum war eine sehr schwierige und nervenzermürbende Arbeit. Es war nicht leicht, die ineinander verkrampften Leichen auseinander zu bringen und in den Totenraum zu schleifen 20 .

Verbrennung der Leichname

Im Krematoriumsraum befindet sich ein Ofen der Firma Kori, in dem zwei bis acht Tote gleichzeitig verbrannt werden. Dieser mit Koks beheizte Ofen ist phasenweise ständig in Betrieb, nur so ist die Verbrennung so vieler Toter überhaupt zu bewältigen.
Wenn die Körper nach der Verbrennung nicht vollständig zu Asche zerfallen sind, werden die Knochen in einer elektrischen Knochenmühle zerkleinert. Ein Teil der Asche wird dazu verwendet, die Urnen zu befüllen; eine Urne umfasst ungefähr 3 kg Asche21 . Die restliche Asche wird von den Brennern in Säcke verpackt. Die Asche wird sodann aus den Säcken heraus in die Donau geschüttet. Später wird die Asche im ehemaligen Schlossgarten an der Ostseite des Gebäudes vergraben22 .
Zum Zeitpunkt seiner Ermordung war Michael Feierabend 29 Jahre alt.

Wir möchten an Michael Feierabend mit einem Stolperstein und einer Kurzbiografie erinnern.

© Biografie erstellt von Dr. Bernhard Lehmann, Gegen Vergessen – Für Demokratie, RAG Augsburg-Schwaben

Footnotes
  1. StadtAA, MB Feierabend Michael 1862
  2. StadtAA, MB Feierabend Michael 1882. Der Vater Michael ist am 19.10.1882 geboren, verstorben am 31.8.1941, seine Ehefrau Veronika, geb. Fischer ist am 30.12.1877 geboren, verst. am 30.1.1923. Die zweite Ehefrau war Maria Hamp, geb. 18.11.1895, verst. 1981 aus Neuhäder, die ein uneheliches Kind mit in die Ehe bringt, nämlich Mathilde Hamp, geb. am 18.5.1921
  3. StadtAA, MB Feierabend Michael 1882. Dank der Diagnosen des Psychiaters Dr. Friedhelm Katzenmaier konnten die historischen Diagnosen auf den heutigen Stand gebracht werden.
  4. StadtAA, MK 3, Feierabend Maria. Maria Hamp ist am 18.11.1895 in Neuhäder geboren
  5. StadtAA, MB Feierabend Michael 1882. Adolf Feierabend ist am 17.9.1925 in Augsburg geboren.
  6. R 179-860 Feierabend Michael, Personalbogen Schönbrunn, vgl. StadtAA, Gesundheitsamt Augsburg-Stadt, Abgabe 2011, Nr. 5/1575 Anzeige gemäß Art. 3 Abs. 4 der VO zur Ausführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 5.12.1933-RGBl I, S 1021
  7. So die Diagnose des Psychologen Dr. Friedhelm Katzenmaier am 1.7.25, der mir bei der Deutung der historischen Diagnose überaus behilflich war. Ihm gebührt mein besonderer Dank.
  8. StadtAA, Gesundheitsamt Augsburg-Stadt, Karte 1 Feierabend 03.03.1912. Jedenfalls erfolgt seitens des Wohlfahrtsamtes am 18. April 1934 eine Anzeige des Städtischen Wohlfahrtsamtes, Amtsstelle Z 2 gemäß Art.3 Abs. 4 der VO zur Ausführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 5. Dezember 1933. Ein Dr. Steinbacher aus Schönbrunn erstellt am 22. Oktober 1928 ein Anstaltszeugnis, wahrscheinlich als Grundlage für die Versicherung.
  9. BA Berlin, R179-860 Feierabend Michael, Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren, Krankengeschichte, S. 1St
  10. https://www.franziskuswerk.de/startseite/ueber-uns/chronik/, abgerufen am 2.7.25. In den Jahren 1940 bis 1943 wurden nachweislich 546 Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche im Rahmen des sogenannten T4-Programms der Nationalsozialisten als „lebensunwert“ eingestuft und fielen der NS-Ideologie zum Opfer. Auf Anordnung des NS-Regimes wurden sie in die Heil- und Pflegeanstalt Haar-Eglfing und in die Tötungsanstalt Hartheim bei Linz abtransportiert.
  11. https://www.franziskuswerk.de/startseite/ueber-uns/chronik/die-zeit-des-nationalsozialismus-1939-1945/ Abruf 8.8.41
  12. Vgl. Schmidt, Martin/Kuhlmann, Robert/von Cranach, Michael, Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren, in: Cranach, Michael von/ Siemen, Hans-Ludwig (Hgg.), Die bayerischen Heil- und Pflegeanstalten während des Nationalsozialismus, München 1999, S. 283.
  13. Michael von Cranach, Petra Schweizer-Martinschek, Petra Weber (Hrsg.), „Später wurde in der Familie darüber nicht gesprochen.“. Gedenkbuch für die Kaufbeurer Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen, Neustadt/Aisch, S. 25f
  14. Ebenda, S. 26. Faltlhauser war sogar Mitglied in einer Arbeitsgruppe, die ein Sterbehilfegesetz formulieren sollte. Das Gesetz kam allerdings nicht zustande.
  15. Ebenda.
  16. BA Berlin, R 179-860 Feierabend Michael, Personalbogen Schönbrunn, Meldebogen vom 1.9.1940 Dr. Steinbacher
  17. Der folgende Bericht folgt weitgehend der Darstellung von Brigitte Kepplinger, Tötungsanstalt Hartheim 1940-1945, in: Kepplinger Brigitte, Marckhgott, Gerhart, Reese, Hartmut (Hrsg.): Tötungsanstalt Hartheim, 2. Auflage Linz, 2008, S. 63-116, besonders S. 79-85
  18. Zitiert nach: Brigitte Kepplinger, Tötungsanstalt Hartheim 1940-1945, in: Kepplinger Brigitte, Marckhgott, Gerhart, Reese, Hartmut (Hrsg.): Tötungsanstalt Hartheim, 2. Auflage Linz, 2008, S. 63-116, besonders S. 83
  19. Ebenda, S. 84
  20. OÖLA, Vg 8 Vr2407/46, Vernehmung Vinzenz Nohel, 4.9.1945; zitiert nach Kepplinger Brigitte, a.a.O., S 85
  21. ebenda
  22. Nach: Brigitte Kepplinger, Tötungsanstalt Hartheim 1940-1945, in: Kepplinger Brigitte, Marckhgott, Gerhart, Reese, Hartmut (Hrsg.): Tötungsanstalt Hartheim, 2. Auflage Linz, 2008, S. 63-116, besonders S. 79-85
Sources and literature
Unpublished sources:

BA Berlin, R 179/860
StadtAA, MB, Feierabend, Michael, 1882
StadtAA, MK 3, Feierabend, Maria, 1895
StadtAA, Gesundheitsamt Augsburg Stadt, Kartei 1, Feierabend, 03.03.1912
StadtAA, Gesundheitsamt Augsburg Stadt, Abgabe 2011, Nr. 5 /1575 1912/1575: Anzeige gemäß Art. 3 Abs. 4 der VO zur Ausführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 5.12.1933 – RGBl. I S. 1021

Internet:
Literature:

Aly, Götz (Hrsg.): Aktion T 4: 1939–1945. Die „Euthanasie“-Zentrale in der Tiergartenstraße 4. Zweite Auflage, Berlin 1989
Burleigh, Michael (Hrsg.): Tod und Erlösung. Euthanasie in Deutschland 1900-1945, Zürich 2002
Cranach, Michael von/ Schweizer-Martinschek, Petra, Weber, Petra: „Später wurde in der Familie darüber nicht gesprochen“. Gedenkbuch für die Kaufbeurer Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen; Neustadt/Aisch 2020
Heuvelmann, Magdalene: „Wer in einer Gottesferne lebt, ist im Stande, jeden Kranken wegzuräumen.“ „Geistliche Quellen“ zu den NS-Krankenmorden in der Heil- und Pflegeanstalt Irsee; Irsee, 2. Auflage 2015
Klee, Ernst (Hrsg.): Dokumente zur „Euthanasie“. Frankfurt/Main 1985
Neugebauer, Wolfgang: Die „Aktion T 4“, in: Kepplinger, Brigitte/ Marckhgott, Gerhart/ Reese, Hartmut (Hrsg.): Tötungsanstalt Hartheim, 2. Auflage, Linz 2008, S. 17–34
Resch, Erich/ Schweizer-Martinschek, Petra (Hrsg.): Die Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee während der NS-Zeit, in: Stefan Dieter (Hrsg.), Kaufbeuren unterm Hakenkreuz. Kaufbeurer Schriftenreihe, Band 14, S.114-133
Schulze, Dietmar: „Auch der Gnadentod ist Mord“. Der Augsburger Strafprozess über die NS-„Euthanasie“-Verbrechen in Kaufbeuren und Irsee; Irsee 2019
Stöckle, Thomas: Grafeneck. Die Euthanasie-Verbrechen in Südwestdeutschland; Tübingen, 3. Auflage 2012