Josef Hefele

Geboren: 14.03.1878, Donaualtheim

Gestorben: 18.12.1940, KZ Dachau

Wohnorte in Augsburg

Augsburg, Stephingerberg 1 (November 1933)
Augsburg, Zollernstraße 30 (Dezember 1933)
Augsburg, Zenettistraße 8 (Januar 1934)
Augsburg, Eisenhammerstraße 16 (Juni 1934)
Augsburg, Blücherstraße 1 (November 1935)
Augsburg, Maximilianstraße 75 bei Wagner (November 1936)
Augsburg, Ulmer Straße 127 (Januar 1940)
Augsburg, Remboldstraße 19 (Ulrichsheim) (März 1940)

Orte der Verfolgung

Gefängnis Lüneburg (1934 bis November 1935)
Gefängnis Passau (November 1935 bis November 1936)
Arbeitshaus Rebdorf (21.12.1937 bis 20.12.1939)
KZ Dachau (8.11.40 bis 18.12.40)

Weitere Informationen

Josef Hefele, geb. 14.3.1878 in Donaualtheim,
wohnhaft in Augsburg
Schuhmacher und Schirmmacher, r.k., verheiratet, ermordet im KZ Dachau 18.12.1940;
Haftkategorie: Polizeiliche Sicherungsverwahrung (PSV),
letzter freier Wohnsitz in Augsburg Remboldstraße 19 (Ulrichsheim)

Josef Hefele wird am 14. März 1878 in Donaualtheim geboren. Seine Eltern sind der Schuhmacher, Taglöhner und Maulwurffänger Michael Hefele und dessen Ehefrau Kreszenz, geb. Schaude.1 Josef ergreift den Beruf seines Vaters und wird Schuhmacher, eine Zeitlang geht er bei seinem Vater in die Lehre.2

Vorgehen gegen Wanderarbeiter seit dem Kaiserreich

Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, begibt sich Josef Hefele auf Wanderschaft. Seit dem Kaiserreich betrachteten die Behörden das Wandern zwecks Arbeitssuche zunehmend als überflüssig. Die Behörden stilisieren „sinnlos erscheinendes Wandern“ systematisch zur „asozialen und krankhaften Eigenschaft der Betroffenen“3 und stigmatisieren diese Personen entsprechend.

Verschärfung der sozialen Situation durch die Weltwirtschaftskrise

Seit dem Ende der 1920-er Jahre werden die Landstraßen des Deutschen Reiches von Facharbeitern, ungelernten Arbeitern, kleineren Angestellten und einer wachsenden Zahl von Jugendlichen bevölkert, die aufgrund von Massenarbeitslosigkeit ihre Beschäftigung verloren haben bzw. keinen Ausbildungsplatz finden. Um zu überleben, nehmen diese Menschen Gelegenheitsarbeiten an, betteln oder schlagen sich mit Hausieren, Musizieren, Betrügereien und kleinkriminellen Delikten wie Essensdiebstählen und Zechbetrug durch.4

Straffälligkeit Josef Hefeles als Wanderarbeiter

Seit 1907 wird Josef Hefele immer wieder wegen geringfügiger Vergehen inhaftiert. In Amberg sitzt er wegen Körperverletzung für 2 ½ Monate ein, in Pfaffenhofen wird er des Betrugs überführt und kommt 3 Monate ins Gefängnis. 1914 wird er in Kaufbeuren, München, Dillingen, Zusmarshausen und Ingolstadt jeweils wegen Bettels und Landstreicherei zu Haftstrafen zwischen 4 und 14 Tagen inhaftiert. In Dillingen wird er verhaftet und zu 14 Tagen Haft verdonnert, weil er einen Arbeitsauftrag nicht befolgt hat. Bis zu diesem Zeitpunkt scheint Josef Hefele mehr Opfer der sozialen Umstände geworden zu sein.

1917 begeht er einen Diebstahl in Memmingen. Er hat eine Waffe bei sich. Er wird ertappt und richtet die Waffe gegen eine Person. Weil er mehrfach vorbestraft ist, wird ihm das als Mordversuch ausgelegt. Das Schwurgericht Augsburg verurteilt ihn zu einer Zuchthausstrafe von 4 Jahren 2 Monaten, zudem 5 Jahre Ehrverlust. Im Juni 1921 kommt Josef wieder frei. Er versucht verzweifelt, Fuß zu fassen und auf ehrliche Weise seinen Unterhalt zu bestreiten.5

Die Straftaten Hefeles sollen hier nicht gerechtfertigt werden. Es ist aber festzuhalten, dass die sozialen Umstände seiner Straffälligkeit völlig außer Acht blieben.

Familiengründung in Immenstadt

Von Oktober bis Dezember 1921 ist Josef Hefele in Freising und dann bis Februar 1922 in München gemeldet. Bis Oktober 1922 begibt er sich wieder auf Wanderschaft.6 Ab 13. Oktober 1922 ist er in Immenstadt in der Sonthoferstraße 169 gemeldet. Er lernt eine Frau kennen und scheint sich mit ihr gut zu verstehen.

Am 8. Januar 1923 heiratet er die ortsansässige Dienstmagd Kreszenz Hagspiel.7 Josef ist mittlerweile 45 Jahre alt, Kreszenz ist 16 Jahre jünger. Das Paar zieht nach Unterzollbrücke, ein Vorort von Immenstadt.8 Kreszenz bringt den unehelich geborenen Sohn Maximilian (geb. 1920) mit in die Ehe.9 Wer der Vater des Kindes ist, wissen wir nicht.

Josef und Kreszenz‘ gemeinsame Tochter Hedwig wird am 15. Mai 1924 in Immenstadt geboren.10 Josef arbeitet nun als selbstständiger Schirmmacher.11 Endlich, so scheint es, ist er auf dem richtigen Weg. Von Mai 1928 bis 1. Oktober 1931 ist die Familie Hefele wieder in Immenstadt gemeldet.12

Ehescheidung

Die Ehe wird am 15. Dezember 1933 vom Amtsgericht Augsburg geschieden. Ab etwa diesem Zeitpunkt ist Josef Hefele in Augsburg nachweisbar und wechselt dort sehr häufig den Wohnsitz.13 Der häufige Wohnungswechsel verweist bereits auf seine Mittellosigkeit. Seinen Unterhaltszahlungen an seine frühere Ehefrau kommt er von Anfang an nicht nach. Auf ständiger Wanderschaft begriffen, verdient Josef gerade mal so viel Geld, um sich selbst über Wasser halten zu können.

Weitere Straftaten Josef Hefeles – Einweisung ins Arbeitshaus Rebdorf

Mit dem Gesetz gerät Josef nun wieder in Konflikt, und somit automatisch ins Fadenkreuz der Nationalsozialisten. Es existiert ein Strafakt über ihn, den wir aber nicht kennen. 1934/35 ist er in Lüneburg in Haft, im November 1936 sitzt er für genau ein Jahr in der Gefangenenanstalt Passau ein und kommt 1 Jahr später für 2 Jahre ins Arbeitshaus Rebdorf, ein Gefängnis für „Arbeitsscheue, Landstreicher, Diebe und Kleinkriminelle“.14

Rückkehr nach Augsburg

Josef Hefele ist im Januar 1940 wieder in Augsburg nachweisbar, er wohnt in der Ulmer Straße 127, ab 5. März 40 von München kommend im St. Ulrichsheim in der Remboldstraße 19. Der Polizeibericht vom 29. April 1940 indiziert, dass er dort nur genächtigt hat und dann nach Bobingen verzogen ist. Ein Vermerk vom 4. Mai 1940 lautet: „Achtung! Jede Wohnungsveränderung sofort I/1 K1 melden!“ 15 Es scheint plausibel und denkbar, dass er mit Unterhaltszahlungen in Rückstand geraten ist. Ab dem 13. August 1940 wohnt er wiederum im Ulrichsheim in der Remboldstraße 19.16

Rigoroses Vorgehen der Nazis gegen sog. Asoziale bzw. Gemeinschaftsfremde

Gegen Kleinkriminelle, Obdachlose, Wanderarbeiter, Alkoholiker, Bettler gehen die Nationalsozialisten von Anfang an erbarmungslos vor. Sie gelten als sog. „Asoziale“ und „Gewohnheitsverbrecher“, gegen welche sie ab 24. November 1933 „Maßnahmen der Sicherung und Besserung“ ins deutsche Strafrecht einführen.17 Die Novelle wird unter §42e in das RStGB eingefügt.18 Indem das „Gewohnheitsverbrechergesetz“ die Sicherungsverwahrung in letzter Instanz der Abwägung der „Gefährlichkeit“ nach „Gesamtwürdigung der Taten“ den Richtern anheimstellt, obliegt sie de facto in deren subjektiven Ermessen.19

Am 17. Dezember 1937 schuf der sogenannte „Grundlegende Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung durch die Polizei“ eine reichseinheitliche Rechtsgrundlage für die „Vorbeugungshaft“ und dehnte sie auf „Asoziale“ aus.20

Von nun an konnte die Kriminalpolizei eine „polizeiliche Vorbeugungshaft“ nicht nur gegen Kriminelle, sondern auch gegen „Asoziale“ verhängen.21 Ab 1938 wurde es zur Regel, betroffene „Asoziale“ neben der Einweisung in ein Arbeitshaus oder Arbeitslager in ein Konzentrationslager einzuweisen. Nun genügten weniger Vorstrafen und geringfügigere Delikte für die Anordnung der Vorbeugehaft. Kleinkriminelle wurden nun in den KZ mit dem Grünen Winkel der Berufsverbrecher gekennzeichnet.

Dehnbare Begriffsbestimmung

Im Prinzip konnte jeder, der von den sozialen Normen der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ abwich, als „Asozialer“ ins Konzentrationslager deportiert werden. Die große Mehrheit der Häftlinge fiel unter eine der oben genannten Gruppen. In den Konzentrationslagern kennzeichnete die SS die „Asozialen“ mit einem schwarzen Winkel auf der Häftlingskleidung.22

Einweisung ins KZ Dachau und Ermordung

Josef Hefele wird am 8. November 1940 als Maßnahme der „Verbrechensvorbeugung“ ins KZ Dachau eingeliefert. Er erhält die Gefangenennummer 2140923 und läuft unter der Häftlingskategorie „PSV“, Polizeiliche Sicherungsverwahrung.

Schreibstubenkarte des KZ Dachau. (ITS Bad Arolsen)

 

3 Wochen nach Einlieferung ins KZ kommt Josef Hefele in den Strafblock.24 Die Gründe hierfür kennen wir nicht. Er ist noch keine 6 Wochen im KZ, als er von den Nazischergen ermordet wird.

Die Sterbeurkunde gibt vor, Josef Hefele sei an Versagen von Herz- und Kreislauf verstorben.25 Die Todesursache ist fingiert. Josef wird im KZ am 18. Dezember 1940 zu Tode gefoltert.26

Todesbenachrichtigung des KZ Dachau. (ITS Bad Arolsen)

 

Konzentrationslager als rechtsfreier Raum

Ab 1934 sinkt der Anteil der politischen Häftlinge im KZ Dachau, ab dieser Zeit richtet sich der SS-Terror verstärkt gegen die sog. „Asozialen“, Obdachlose, Wanderarbeiter, Fürsorgeempfänger, Sinti und Roma. 27

Ab Ende 1936 entwickelt sich das KZ-System endgültig zum rechtsfreien Raum, indem alle Personen weggesperrt und ermordet werden sollen, die nicht ins Konzept der rassistischen Gesellschaft des NS-Regimes passen.28

Angehörige können nicht verständigt werden

Angehörige von Josef Hefele können vom Tod Josef Hefeles nicht verständigt werden, der Aufenthaltsort der Ehefrau ist den Behörden nicht bekannt, seine Eltern sind mittlerweile verstorben.29

23 Jahre später werden die sterblichen Überreste von Josef Hefele am 26. April 1963 in der Urne Nr. 4144/17 in München im Friedhof am Perlacher Forst am KZ Ehrenmal beigesetzt.30

Heterogenität der Gruppe der „Gemeinschaftsfremden“ im KZ

Unterschiedliche Verhaltensdispositionen, regionale und soziale Herkunft, Charakter, Mentalität, Weltanschauung etc. verstärkte die bereits vor der Verhaftung bestehende Isolation der Betroffenen. Die Herausbildung einer gemeinsamen Gruppen-Identität und ein gemeinschaftliches Handeln der Gruppenmitglieder waren unter diesen Umständen kaum möglich. Deshalb waren die „Asozialen“ ungleich weniger als andere Häftlingsgruppen in der Lage, in ihrer Gruppe gemeinsame Strategien für den Überlebenskampf in den Lagern zu entwickeln.31

Unterster Rang in der Häftlingshierarchie

Zusätzlich erschwert wurde das Lagerleben für die „Asozialen“ noch dadurch, dass sie in der Hierarchie der Häftlinge den untersten Platz einnahmen. Sowohl Lagerpersonal wie auch Mitgefangene begegneten ihnen mit der gleichen Voreingenommenheit und Ablehnung, die ihnen auch in der Gesamtgesellschaft entgegengebracht wurde: „‚Asoziale‘ galten als unzuverlässig und unsolidarisch, die vielfach von Hass, Eifersucht und Missgunst geprägt waren und durch gegenseitige Verleumdungen und Beschimpfungen den ohnehin harten Lageralltag noch erschwerten.“32

Vorbeugehaft ist spezifisch nationalsozialistisches Unrecht

Die Vorbeugehaft hat als spezifisch nationalsozialistisches Unrecht zu gelten, denn weder war der Freiheitsentzug richterlich angeordnet, noch zeitlich befristet noch durch Rechtsmittel anfechtbar noch an das Begehen einer konkreten Straftat gebunden, also an Kriterien, die heute für einen Rechtsstaat verbindlich sind.33

Bei den sog. „Asozialen“ genügte „gemeinschaftsschädigendes“ Verhalten für eine Sicherungsverwahrung aus. Für eine Klassifizierung als „Berufsverbrecher“ wiederum waren allein die Vorstrafen ausschlaggebend. Zum Zeitpunkt der Verhängung der „Vorbeugungshaft“ hatten diese vermeintlichen „Berufsverbrecher“ ihre Strafen bereits verbüßt. Gemessen an rechtsstaatlichen Maßstäben waren sie rehabilitiert. Dennoch kamen sie ins Konzentrationslager.

Hohe Sterblichkeitsrate im KZ

Jens-Christian Wagner beziffert die Sterberate der „Sicherungsverwahrten“ im Konzentrationslager Mittelbau-Dora auf 70 Prozent.34 Im Konzentrationslager Bergen-Belsen starben einer Berechnung von Thomas Rahe und Katja Seybold zu Folge die Hälfte aller „Berufsverbrecher“ und „Sicherungsverwahrten“.35

Terror und Willkür im KZ

Die Konzentrationslager waren jedweder Kontrolle durch die Judikative entzogen. Es herrschten Terror und Willkür. Gesundheit, Leben und Überleben der Häftlinge lagen in der alleinigen Verfügungsgewalt der SS. Jedem, der ins Konzentrationslager kam, ist allein durch die Tatsache seiner dortigen Inhaftierung Unrecht geschehen.

Späte Anerkennung der „Gemeinschaftsfremden“ als NS-Opfer

Erst am 13. Februar 2020 wurden die berechtigten Ansprüche der sog. „Asozialen“ vom Deutschen Bundestag allgemein anerkannt.36 Jetzt endlich können und werden die bisher ignorierten Opfergruppen einen Platz in der Erinnerungskultur erhalten. Durch das 75jährige Zuwarten ist allerdings die Situation eingetreten, dass kaum noch eine Person lebt, die als Opfer in den Genuss einer materiellen Entschädigung kommen kann, ganz zu schweigen von einer geachteten Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Doch die Anerkennung durch den Bundestag ist auch bedeutsam für die Angehörigen und Nachkommen dieser NS-Opfer.

Ein offeneres Umgehen mit der Familiengeschichte wird möglich, auch ein Zugänglichmachen der privaten Dokumente für die Forschung. Ein beschämendes und beschämtes Schweigen kann jetzt ein Ende haben.37

Seit 1988 wurden gerade einmal 330 Entschädigungsanträge von Angehörigen dieser Opfergruppe eingereicht. Die Scham und Stigmatisierung dieser Opfergruppe war auch in der Nachkriegszeit geschichtswirksam. Nun soll Aufklärung und Forschung zum Thema der sog. „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“ intensiviert und Anerkennung für enormes Leid in die Tat umgesetzt werden. Zudem soll eine Wanderausstellung in Gedenkstätten gezeigt werden.

„Niemand saß zurecht im KZ“, sagt die Sozialdemokratin und Mitglied des Bundestags, Marianne Schieder mit großem Nachdruck.38

Die Anerkennung der „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“ als NS-Opfer, ihre volle Rehabilitierung, ist ein emphatisches Bekenntnis zu den Prinzipien des Rechtsstaates. Als solches kann und sollte sie auch öffentlich und in der Bildungsarbeit vermittelt werden, denn „Verbrechen, auch begangen an Verbrechern, sind Verbrechen!“.39

Wir wollen an Josef Hefele mit einer Kurzbiografie und mit einem Stolperstein erinnern.

© Biografie erstellt von Dr. Bernhard Lehmann StD Gegen Vergessen – Für Demokratie RAG Augsburg-Schwaben, alle Rechte vorbehalten.

  1. Auskunft Stadtarchiv Dillingen, Dr. Felicitas Söhner vom 6.9.20. Danach war sein Vater Michael Hefele Maulwurffänger. Er wurde am 2.1.1834 in Steinheim geboren und erhielt am 20.5.1869 das Bürgerrecht in Donaualtheim. Seine Mutter Kreszenz wurde wegen Anhalten ihres Kindes zum Bettel zu einer Haftstrafe von 2 Tagen verurteilt, vgl. Dillinger Tag- und Anzeigeblatt, 12. April 1879, S. 2. Vgl. auch Archiv der KZ Gedenkstätte Dachau, Hefele Josef.
  2. StadtAA, MK 2 Hefele Josef.
  3. Ulrich Sondermann-Becker, Arbeitsscheue Volksgenossen. Evangelische Wandererfürsorge in Westfalen im Dritten Reich, Bielefeld 1995, S.11.
  4. Julia Hörath, „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ in den Konzentrationslagern 1933-1938, Göttingen 2017, S. 145.
  5. Eine Strafliste Josef Hefele findet sich im Stadtarchiv Immenstadt, Auszug aus der Strafliste des Hefele Josef.
  6. StadtAImmen, MB Hefele Josef.
  7. Ebenda, vgl. StadtAImmen, MB Hagspiel Kreszenz. Kreszenz Hagspiel ist am 1.12.1894 geboren. Ihre Eltern sind die Privatierseheleute Nikolaus und Maximiliana Hagspiel, geb. Soger. Kreszenz unehelicher Sohn Maximilian Hagspiel ist am 30.5.1920 geboren. Er hat seinen Wohnsitz später in Ebersberg bei München. Kreszenz Hefele heiratet nach der Ehescheidung von Josef Hefele erneut.
  8. StadtAImmen, MB Josef Hefele.
  9. StadtAImmen, MB Kreszenz Hagspiel.
  10. Ebenda.
  11. StadtAImmen, MB Josef Hefele.
  12. StadtAImmen, MB Josef Hefele.
  13. StadtAA, MK 2 Josef Hefele.
  14. Zum Arbeitshaus Rebdorf vgl. https://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Rebdorf-Sogenannte-175er;art575,3450444.
  15. StadtAA, MK 2 Josef Hefele.
  16. StadtAA, MK 2 Josef Hefele.
  17. Im Überblick siehe Lothar Gruchmann, Justiz im Dritten Reich 1933-1940. Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner; München 1988, S. 838-844; Christian Müller, Das Gewohnheitsverbrechergesetz vom 24. November 1933, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Jg. 47; 1999, S. 965-979.
  18. Gewohnheitsverbrechergesetz, RGBl 1933/I, S.996.
  19. Runderlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung“ zit. nach Wolfgang Ayaß (Hg.), „Gemeinschaftsfremde“. Quellen zur Verfolgung von „Asozialen“ 1933–1945, Koblenz 1998, S. 96.
  20. http://lernen-aus-der-geschichte.de/Teilnehmen-und-Vernetzen/content/13828.
  21. Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestags, Asoziale im Nationalsozialismus, 2016: file:///C:/ZS_KM%2015.5.19%20Dst/Asoziale/Asoziale%20im%20NS%20Gutachten%20DB.pdf.
  22. Zu den Häftlingskategorien vgl. https://eguide.arolsen-archives.org/fileadmin/eguide-website/downloads/Haftarten_dt_final_aroa.pdf; Annette Eberle, Häftlingskategorien und Kennzeichnungen, in: Wolfgang Benz/Barbara Distel, Der Ort des Terrors, Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band I: Die Organisation des Terrors, München 2005, S.91-109.
  23. ITS Bad Arolsen, 10659352 Josef Hefele.
  24. Ebenda.
  25. ITS Bad Arolsen, 10659352 Josef Hefele.
  26. Edgar Kupfer-Koberwitz, Dachauer Tagebücher. Die Aufzeichnung des Häftlings 24814, München 1997. Kupfer-Koberwitz beschreibt eindringlich die Lebensbedingungen im KZ Dachau.
  27. Dirk Riedel, Vom Terror gegen politische Gegner zur rassischen Gesellschaft. Die Häftlinge des Konzentrationslager Dachau 1933-1936, in: Jörg Osterloh, Kim Wünschmann (Hg.): „… der schrankenlosesten Willkür ausgeliefert“. Häftlinge der frühen Konzentrationslager 1933-1936, Frankfurt/Main 2017, S. 73-96, hier S. 93.
  28. Dirk Riedel, a.a.O., S. 95.
  29. Ebenda.
  30. Ebenda.
  31. Vgl. Christa Schikorra, Schwarze Winkel im KZ. Die Haftgruppe der „Asozialen“ in der Häftlingsgemeinschaft, in: Dietmar Sedlaczek, u.a. (Hg.), „minderwertig“ und „asozial“. Stationen der Verfolgung gesellschaftlicher Außenseiter, Zürich 2005, S. 116-119; KZ-Gedenkstätte Neuengamme (Hg.) Editorial, in: Ausgegrenzt. „Asoziale“ und „Kriminelle“ im national-sozialistischen Lagersystem, Bremen 2009, S. 7-15.
  32. Wolfgang Ayaß, Schwarze und grüne Winkel. Die nationalsozialistische Verfolgung von „Asozialen“ und „Kriminellen“ — ein Überblick über die Forschungsgeschichte, in: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (Hg.), Ausgegrenzt. „Asoziale“ und „Kriminelle“ im nationalsozialistischen Lagersystem, Bremen 2009, S. 16-30, hier S. 17.
  33. Julia Hörath, Rechtshistorische Grundlagen der KZ-Haft von sogenannten „Asozialen“ und „Berufsverbrechern“. Ein Überblick. Schriftliche Stellungnahme zur 36. Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, am 6. November 2019.
  34. Vgl. Jens-Christian Wagner, Vernichtung durch Arbeit? Sicherungsverwahrte im KZ Mittelbau-Dora, in: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (Hg.), Ausgegrenzt. „Asoziale“ und „Kriminelle“ im nationalsozialistischen Lagersystem, Bremen 2009, S. 84–93, hier S. 90.
  35. Thomas Rahe/Katja Seybold, „Berufsverbrecher“, „Sicherungsverwahrte“ und „Asoziale“ im Konzentrationslager Bergen-Belsen, in: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (Hg.), Ausgegrenzt. „Asoziale“ und „Kriminelle“ im nationalsozialistischen Lagersystem, Bremen 2009, S. 94–103, hier S. 100.
  36. https://www.spdfraktion.de/themen/ns-opfer-anerkennung-so-genannte-asoziale-berufsverbrecher; https://www.tagesschau.de/inland/opfergruppe-101.html.
  37. So der Initiator der Gleichstellung der Gruppe der „Gemeinschaftsfremden“, Prof. Nonnenmacher: https://www.change.org/p/deutscher-bundestag-anerkennung-von-asozialen-und-berufsverbrechern-als-opfer-des-nationalsozialismus/u/25754266.
  38. https://www.tagesschau.de/inland/opfergruppe-101.html.
  39. Nikolaus Wachsmann, Hitler’s Prisons. Legal Terror in Nazi Germany, New Haven/London 2004, S. 7. Übersetzung von Julia Hörath.

Archiv der KZ Gedenkstätte Dachau
– Josef Hefele

ITS Bad Arolsen
– 10659352 Josef Hefele

Stadtarchiv Augsburg (StatdAA)
Meldekarten Abgabe 2 (MK 2)
– Josef Hefele

Stadtarchiv Immenstadt (StadtAImmen)
Meldebogen (MB)
– Kreszenz Hagspiel
– Josef Hefele

https://www.change.org/p/deutscher-bundestag-anerkennung-von-asozialen-und-berufsverbrechern-als-opfer-des-nationalsozialismus/u/25754266

https://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Rebdorf-Sogenannte-175er;art575,3450444

https://eguide.arolsen-archives.org/fileadmin/eguide-website/downloads/Haftarten_dt_final_aroa.pdf

https://www.spdfraktion.de/themen/ns-opfer-anerkennung-so-genannte-asoziale-berufsverbrecher

https://www.tagesschau.de/inland/opfergruppe-101.html

Annette Eberle, Häftlingskategorien und Kennzeichnungen, in: Wolfgang Benz/Barbara Distel, Der Ort des Terrors, Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band I: Die Organisation des Terrors, München 2005, S.91-109.

Julia Hörath, „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ in den Konzentrationslagern 1933-1938, Göttingen 2017.

Edgar Kupfer-Koberwitz, Dachauer Tagebücher. Die Aufzeichnungen des Häftlings 24814, München 1997.

Dirk Riedel, Vom Terror gegen politische Gegner zur rassischen Gesellschaft. Die Häftlinge des Konzentrationslager Dachau 1933-1936, in: Jörg Osterloh, Kim Wünschmann (Hg.): „… der schrankenlosesten Willkür ausgeliefert“. Häftlinge der frühen Konzentrationslager 1933-1936, Frankfurt/Main 2017, S. 73-96.