Celeste Cattaneo

Geboren: 13.12.1908, Cassina Rizzardi, Italien

Gestorben: 27.12.2001, Como, Italien

Wohnorte

Cassina Rizzardi, Italien
Como, Italien

Orte der Verfolgung

Zwangsarbeiter in Gersthofen und Augsburg

Weitere Informationen

Celeste Cattaneo, geboren am 13. Dezember 1908 in Cassina Rizzardi.
Ziviler Zwangsarbeiter in Gersthofen und Augsburg

Celeste Cattaneo war kein IMI (Italienischer Militär-Internierter), er war Zivilist, der in einer Gießerei im Tessin (Schweiz) arbeitete und täglich die italienisch-schweizerische Grenze überquerte, um in Luino (Varese) zu arbeiten, wo er am 5. Februar 1944 während einer Razzia von faschistischen italienischen Soldaten festgenommen und an das deutsche Militär übergeben wurde.

Am 14. und 15. Februar 1944 wurde Celeste ins Stammlager in Moosburg mit der Seriennummer 11463 deportiert.

„Fremdenpass“ für Cattaneo Celeste.

 

Er war zuerst als Zwangsarbeiter in Augsburg damit beschäftigt, Eisenbahnschienen zu verlegen, dann beim Bau von Unterständen und beim Ausheben von Rohren. Danach arbeitete er in der synthetischen Benzinfabrik Transehe in Gersthofen. Dort wurde Hydrazinhydrat für die V2-Rakete hergestellt.

Beleg der Zwangsarbeit in der Chemischen Fabrik Transehe. (ITS Bad Arolsen)

 

Cattaneo Celeste  kehrte am 12. Juni 1945 nach Italien zurück.

Nach dem Krieg war er Arbeiter in einer Gießerei in Mailand und widmete sich  dann einer handwerklichen und künstlerischen Tätigkeit in der Metallbearbeitung.

Am 27.12.2001 ist Celeste Cattaneo in Como verstorben.

Informationen zusammengestellt von Dr. Bernhard Lehmann Gegen Vergessen – Für Demokratie, RAG Augsburg-Schwaben

Studienzentrum „Schiavi di Hitler, Cernobbio“

Erklärung von Cattaneo Celeste

Stadtarchiv Gersthofen, Cattaneo Celeste

ITS Bad Arolsen, Cattaneo Celeste Firma Transehe