Cilly Mühlhauser, geb. Regensburger

Geboren:
03.11.1881, Ichenhausen
Gestorben (für tot erklärt):
28.10.1944, Auschwitz

Wohnorte

Ichenhausen, Hoher Brühl Nr. 88 (historische Hausnummer)
Augsburg, Philippine-Welser-Straße 13
Augsburg, Schaezlerstraße 17
Augsburg, Mozartstraße 5 1/2

Letzter freiwilliger Wohnort

Orte der Verfolgung

Deportation
am 5. August 1942
von München-Milbertshofen
nach Theresienstadt

Weitertransport
am 28. Oktober 1944
nach Auschwitz

Biografie
Cilly Mühlhauser, geb. Regensburger, 1923. (Yoram Millo)

Cilly Mühlhauser, geb. Regensburger (Ichenhausen 1881 – Auschwitz 1944)

Herkunft aus Ichenhausen

Cilly Mühlhauser, geb. Regensburger entstammte einer alteingesessenen jüdischen Familie aus Ichenhausen, das für lange Zeit trotz zunehmender Ab- und Auswanderung vieler Juden eine große jüdische Gemeinde beherbergte.1 Cilly wurde dort als zweites von vier Kindern von Lazarus Regensburger und Lina, geb. Bühler am 3. November 1881 geboren.2 Ihre Eltern hatten am 21. Mai 1878 in Ichenhausen geheiratet.3 Neben Cilly hatten sie noch eine Tochter, Ricka, die am 1. Juli 1880 geboren wurde, und die Zwillinge Adolf und Marie,4 die am 7. Dezember 1882 zur Welt kamen;5 Marie verstarb bereits am 3. Februar 1883.6

Cillys Vater, der am 5. Januar 1850 in Ichenhausen geboren wurde,7 war dort als Handelsmann tätig.8 Seine Ehefrau Lina Bühler wurde am 24. Juli 1853 in Kleinerdlingen bei Nördlingen geboren.9

Die jüdische Gemeinde in Ichenhausen war Mitte des 19. Jahrhunderts die zweitgrößte Gemeinde in Bayern, so gab es dort auch eine jüdische Schule, in der seit 1833 unterrichtet wurde.10 Es ist anzunehmen, dass auch Cilly diese Schule besucht hat.

Bis zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit mit dem Bankier David Mühlhauser im Jahr 1904 wohnte Cilly vermutlich bei ihren Eltern in Ichenhausen beim Hohen Brühl Nr. 88.11

Cillys Ehemann David Mühlhauser

David Mühlhausers Herkunft aus Hürben-Krumbach

David Mühlhauser wurde als erstes von acht Kindern von Salomon Mühlhauser und Ricka, geb. Bühler am 26. Juni 1874 in Hürben-Krumbach geboren.12 Die Familie Mühlhauser war eine angesehene und weit verzweigte Familie in Hürben, das bis zu seiner Eingemeindung in die Stadt Krumbach im Jahr 1902 ein eigenständiges Dorf war. Auch hier bestand eine große jüdische Gemeinde, dessen Mitglieder im Jahr 1840 sogar die Hälfte der Dorfbewohner ausmachte. Die Juden der Gemeinde Hürben-Krumbach waren unter anderem durch zahlreiche Vereine und durch ihre Anwesenheit im Gemeinderat in das öffentliche Leben in­tegriert. So war beispiels­weise Davids Vater Salomon Mühlhauser eines von vier jüdischen Ehren- und Gründungsmitgliedern des am 20. August 1862 gegründeten Feuerwehrvereins.13

Davids Eltern heirateten am 9. Juni 1873 in Hürben-Krumbach.14 Neben David hatten sie sieben weitere Kinder: Eduard (17. September 1875), Sara (20. März 1877), die allerdings bereits ein Jahr später am 20. Februar 1878 verstarb, Albert (21. Sep­tember 1878), Luis(e) (14. Oktober 1879), Ben(n)o (4. Dezember 1880), Jakob (5. Juni 1883) und Louis (3. Juni 1887).15 Der jüngste Sohn Louis starb am 9. November 1899 und wurde nur zwölf Jahre alt.16

Davids Mutter Ricka Bühler wurde am 2. Juni 1852 in Kleinerdlingen als Tochter von Elias und Klara Bühler geboren,17 sie war die Schwester von Cillys Mutter Lina. Somit war Cilly Davids Cousine. Davids Vater Salomon Mühlhauser wurde als Sohn von David Mühlhauser und Sara, geb. Buttenwieser am 21. August 1844 in Hürben-Krumbach geboren18 und war dort als Bankier tätig.19 Die Grab­steine von Davids Eltern und von seinem Bruder Louis sind noch immer auf dem jüdischen Friedhof von Hürben-Krumbach erhalten.20 Die jüdische Familie Mühl­hauser lebte zuletzt im Haus Nr. 86, in der heutigen Heinrich-Sinz-Straße 21.21

David Mühlhausers Leben in Augsburg vor 1904

Viele Juden aus den um Augsburg liegenden Landgemeinden wie Ichenhausen oder Hürben-Krumbach zogen in die Stadt, als die festgelegte Zahl der zugelassenen jüdischen Familien in Augsburg durch die Auflösung des Matrikelparagraphen im Jahr 1861 abgeschafft wurde.22 Auch David Mühlhauser zog es in die Stadt. Das erste Mal kam er mit 15 Jahren am 3. Januar 1890 nach Augsburg. Dort war er beim Bankgeschäft Gebrüder Bühler beschäftigt, wo er ver­mutlich seine Lehrzeit ver­bracht hat.23 Die Inhaber dieses Geschäfts, welches sich in der Philippine-Welser-Straße D29 (heute 13)24 befand, waren August und Moriz Bühler,25 beide waren Onkel mütterlicherseits von David.26

David legte seine Militärdienstzeit in Augsburg von 1893 bis 1894 beim dritten Infanterieregiment ab. Danach ging er wieder nach Hürben, bis er im November 1895 nach Augsburg zurückkehrte, wo er wieder bei dem Bankgeschäft seiner Onkel beschäftigt war.27

Im Jahr 1900 wohnte er in der Bahnhofstraße 26 bei Regensburger. In diesem Jahr gründete er auch gemeinsam mit dem ebenfalls aus Hürben stammenden Juden Adolf Oettinger das Bank- und Wechselgeschäft „Oettinger Adolf & Cie.“ am Annaplatz D28728 (heute: Martin-Luther-Platz 6).29 Adolf Oettinger hatte dort bereits ab dem 30. September 1898 ein Lokal betrieben, was er allerdings mit der Gründung des neuen Bankgeschäfts am 3. November 1900 niederlegte. Neben dem Bankhaus in Augsburg gab es noch drei weitere Filialen in Friedberg, Füssen und ab 1904 auch in Mering.30

Im Jahr 1901 zog David in die Schrannenstraße 6 um, wo er bei Neuburger wohnte. Ab August 1901 lebte er dann am Annaplatz D287 bei Oettinger und 1903 in der Halderstraße 16 bei Deffner. Ab 1904 lebte er wieder in der Philippine-Welser-Straße bei Bühler.31

Leben des Ehepaars in Augsburg ab 1904

1904 bis 1907: Philippine-Welser-Straße 13

Cilly und David Mühlhauser heirateten am 10. April 1904 in Günzburg. Bei der Heirat waren der Bankier und Onkel von David und Cilly August Bühler, bei dem David gearbeitet hatte und zum Zeitpunkt der Hochzeit gewohnt hat, sowie der Bankier Adolf Oettinger als Trauzeugen anwesend.32

Ab wann Cilly und David zusammengewohnt haben, ist nicht bekannt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass Cilly, die zum Zeitpunkt der Hochzeit noch in Ichenhausen gewohnt hatte,33 schon bald nach der Hochzeit nach Augsburg zu David umgezogen ist und dort mit ihm zusammen in der Philippine-Welser-Straße D29 (heute: Philippine-Welser-Straße 13) lebte.34

Am 25. September 1905 wurde ihr erstes Kind Edgar in Augsburg geboren. Der zweite Sohn Arnold folgte ein Jahr später am 15. September 1906.35 Cilly übte keinen Beruf aus. Sie kümmerte sich um den Haushalt und die Kinder.36

1907 bis 1935: Schaezlerstraße 17

Am 16. Juli 1907 erfolgte der Umzug d er Familie Mühlhauser in die Schaezlerstraße 17, wo sie im 3. Stock wohnten.37

Als David Mühlhauser und Adolf Oettinger in den Ersten Weltkrieg einberufen wurden, mussten sie ihr Bankgeschäft an die größere Dresdner Bank verkaufen.38 Die Niederlegung des Bankgeschäfts „Oettinger Adolf & Cie.“ erfolgte am 10. April 1914.39 Nach dem Krieg war David für mehrere Jahre Bank­direktor einer Kette von Banken. Allerdings wurde auch dieses Unternehmen von der Deutschen Bank übernommen. Der antisemitische Bankdirektor der Deutschen Bank weigerte sich überdies, mit einem jüdischen Bankier zusammen zu arbeiten, weshalb David die Stelle aufgab und sein eigenes kleines Unternehmen startete.40

Der älteste Sohn Edgar Mühlhauser erwies sich laut Aussage seines Bruders als „schwarzes Schaf der Familie“.41 Im Gegensatz zu seinem Vater und seinem Bruder war er nicht im Bankwesen, sondern als Landwirt tätig.42 Er wanderte bereits im Jahr 1927 von Bremen nach Kanada aus.43 Mithilfe eines Onkels gelangte er dann in die USA.44

Arnold Mühlhauser befand sich während der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Jahr 1933 nicht bei seinen Eltern in Augsburg, sondern in Pforzheim, wo er zu dieser Zeit als Filialleiter-Assistent der dortigen Filiale der Billigwarenhauskette „EHAPE A.G.“ arbeitete. Aufgrund seiner Fähigkeiten und Kenntnisse hatte er gute Aussichten zum Filialleiter aufzusteigen.45 Trotzdem entschied sich Arnold wenige Monate später dafür, seine Stelle bei dem Unternehmen aufzugeben und wieder zu seinen Eltern nach Augsburg zurück­zukehren. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war der Betrieb, der ihn wie alle anderen jüdischen Beschäftigten vor die Entscheidung stellte, das Unternehmen mit einer Abfindung zu verlassen oder dort zu verbleiben, allerdings mit dem Risiko, bald entlassen zu werden.46 So ahnte das Unternehmen wohl mehr von der drohenden Gefahr der Nationalsozialisten als seine jüdischen Angestellten. Im selben Jahr kam er außerdem mit seinem Onkel Adolf Regensburger, welcher schon für eine längere Zeit in Fresno in den USA lebte, in Kontakt. Durch das Affidavit seines Onkels gelang es ihm dann schließlich im Jahr 1934 nach Fresno auszuwandern.47 Seine Eltern unterstützten ihn bei dieser Entscheidung und finanzierten außerdem seine Reise.48 Im Gegensatz zu seinem Vater sah Arnold zu dieser Zeit keine allzu große Bedrohung durch die Nationalsozialisten voraus. Er dachte, dass der antisemitische Hass schon bald vorübergehen würde, und verließ Deutschland schließlich nur, weil seine Eltern ihn dazu überredet hatten.49 Cilly und David sollten später durch ihren Sohn in die USA nachkommen. Trotz aller Be­mühungen ihres Sohnes und Cillys Bruder Adolf gelang es ihnen jedoch nie, in die USA zu folgen.50

1935 bis 1942: Mozartstraße 5 ½

Seit dem Jahr 1933 wurden Juden zunehmend diskriminiert, verdrängt und gesell­schaftlich ausgegrenzt. Mit den „Nürnberger Gesetzen“ vom 15. September 1935 begann die zweite Phase der Judenverfolgung. Durch das „Reichsbürgergesetz“ wurden den Juden alle bürgerlichen Rechte aberkannt.51 Die folgenden Jahre von 1936 bis 1939 waren von der umfassenden Entrechtung, Enteignung und Vertrei­bung der Juden geprägt.

Am 27. Dezember 1935 zog das Ehepaar Mühlhauser in die Mozartstraße 5 ½ um.52 Das Wohnhaus hatte seit 1919 dem jüdischen Kaufmann Alfred Stein gehört.53

Am 18. Oktober 1938 verkaufte David Mühlhauser sein Anwesen in Göggingen, das sich in der damaligen Adolf-Hitler-Straße Nr. 16 (heute: Klausenberg Nr. 16) befand, an die Studienratseheleute Matthias und Marianne Demharter für 24.000 RM. Der wirkliche Wert des Hauses lag jedoch bei 33.200 RM.54 Vermutlich war ein Haus eines jüdischen Besitzers gerade in der im Jahr 1933 umbenannten „Adolf-Hitler-Straße“55 den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. Wie es zu dem Verkauf gekommen war, geht aus den Akten nicht hervor, jedoch fand dieser zur Zeit der „Arisierung“ statt, in der zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser von jüdischen Eigentümern in den „arischen“ Besitz überführt wurden.56 Oft musste der Verkaufserlös, der meist nur zum Einheitspreis erfolgte, auf ein Sperrkonto eingezahlt werden.57 Aus dem Kaufvertrag ist zwar nicht ersichtlich, ob dies auch beim Verkauf des Anwesens in Göggingen von David Mühlhauser der Fall war,58 jedoch zeigt der niedrige Verkaufspreis, dass es sich wahrscheinlich auch hier um eine typische „Arisierung“ gehandelt hat.

Nach der Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938, in der im ganzen Deutschen Reich unter anderem zahlreiche Synagogen von SA- und SS-Gruppen geplündert und in Brand gesteckt wurden, wurde den Juden eine „Sühneleistung“ von einer Milliarde Mark auferlegt.59 Bereits im Frühjahr 1938 trat die „Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden“ in Kraft, welche bestimmte, dass Juden ihr gesamtes Vermögen anmelden mussten, sofern dieses mehr als 5.000 RM betrug.60 Nun verpflichtete die „Durch­führungsverordnung über die Sühneleistung der Juden“ vom 21. November 1938 viele Juden dazu, insgesamt 20 Prozent dieses Vermögens in vier Raten bis zum 15. August 1939 an das Finanzamt zu zahlen.61

Diese „Sühneleistungen“ in Form von „Judenvermögensabgaben“ mussten auch David und Cilly Mühlhauser bezahlen. Von ihrem Konto wurden vier Raten von jeweils 1.700 RM zwischen dem 15. August 1938 und dem 15. August 1939 an das Finanzamt Augsburg-Stadt überwiesen.62 Zudem wurde eine fünfte Rate am 16. November 1939 überwiesen.63 Diese zusätzliche fünfte Rate, die bis zum 15. November 1939 fällig war, basierte auf der „Zweiten Durchführungsverordnung über die Sühneleistung der Juden“ vom 19. Oktober 1939.64 Auf eine mögliche Erweiterung der Zahlungspflicht bei Nichterreichen von einer Milliarde Reichsmark wurde bereits in der vorherigen Verordnung hingewiesen.65 Der Gesamtbetrag, den David und Cilly Mühlhauser in Form dieser „Sühneabgaben“ bezahlen mussten, betrug also 8.500 RM. Doch dies waren nicht die einzigen Zwangsabgaben, die sie leisten mussten. Hinzu kamen noch die „Auswandererabgaben“, die an den Verband der Bayerischen Israelitischen Gemeinden oder später an die Reichsvereinigung der Juden gezahlt wurden.66 Insgesamt wurde ihnen zwischen 1938 und 1943 eine Summe von 18.067,65 RM abverlangt. Somit wurde ihr ganzes Vermögen, soweit es in Wertpapieren bestand, beschlagnahmt.67

Durch die „Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen“ vom 17. August 1938 schufen die Nationalsozialisten eine weitere Schikane für die Juden. Demnach mussten Cilly und David wie alle anderen deutschen Juden ohne einen vom Innenministerium anerkannten jüdischen Vornamen ab dem 1. Januar 1939 die zusätzlichen Vornamen „Sara“ bzw. „Israel“ annehmen.68

Die Zwangsabgaben, die „Arisierung“ der Wohn- und Geschäftshäuser und vor allem die zunehmende Gewalt gegenüber Juden im Zusammenhang der Reichspogromnacht sollten die Juden zunächst vertreiben und zur Auswanderung veranlassen.69 Doch es gelang wie im Fall von Cilly und David nicht allen in Augsburg verbliebenen Juden auszuwandern.

Auch der Eigentümer des Wohnhauses in der Mozartstraße 5 ½, Alfred Stein, ent­schied sich dafür, zusammen mit seiner Familie aufgrund der zunehmenden Gewalt der Nationalsozialisten auszuwandern.70 So wurde das Wohnhaus, in dem Cilly und David noch zu dieser Zeit gewohnt haben, am 20. Februar 1939 an die Stadt Augsburg verkauft.71 Dadurch wurde auch dieses Gebäude wie viele andere Häuser vormals jüdischer Eigentümer zu einem „Judenhaus“.72 Mithilfe des am 30. April 1939 in Kraft tretendem Gesetz zur Aufhebung des Mieterschutzes für Juden wurden zwischen 1939 und 1943 zwangsweise 20 jüdische Personen in dieses „Judenhaus“ einquartiert, wo sie für ihre anschließenden Deportationen „gesammelt“ wurden.73 So wohnten in der Mozartstraße 5 ½ neben dem Ehepaar Mühlhauser ab 1938/39 unter anderem auch die jüdischen Familien Lichtenauer, Waldmann, Neuburger, Luchs, Rosenheimer, Hermann, Hausmann und Schwarz.74

1941 betrug die Zahl der Juden in Augsburg noch etwa 400. Darunter waren auch jüdische Personen, die aus den umliegenden Landgemeinden nach Augsburg ge­kommen waren.75 Ab September 1941 waren auch Cilly und David wie alle deutschen Juden über sechs Jahren durch die „Polizeiverordnung über die Kenn­zeichnung der Juden“ verpflichtet, gut sichtbar einen „handtellergroßen, schwarz ausgezogenen Sechsstern aus gelbem Stoff mit der schwarzen Aufschrift ‚Jude‘[…]auf der linken Brustseite“76 ihrer Kleidung zu tragen. Mit dem im folgenden Monat verhängten Ausreiseverbot schwand für Cilly und David auch die letzte Hoffnung, sich noch ins rettende Ausland flüchten zu können.77 Bis Oktober 1941 war es etwa 600 Augsburgern gelungen auszuwandern.78 Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges Ende 1941 brach auch der Kontakt zu Cillys und Davids Sohn Arnold ab, mit dem sie sich davor fast wöchentlich über Briefe ausgetauscht hatten.79

Die Bewohner der „Judenhäuser“ wurden gezwungen, bis zu ihrer Deportation Zwangsarbeit zu verrichten.80 So musste auch Cilly wie viele andere jüdische Augsburgerinnen in der Ballonfabrik Augsburg Zwangsarbeit leisten. Sie arbeitete dort vom 8. Juni 1942 bis zum 25. Juli 1942.81 Sie war bereits 60 Jahre alt.

Immer mehr Verordnungen und Gesetze schränkten die Rechte der Juden weiter ein. Der Erlass zur „Lebensmittelversorgung der Juden“ vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft vom 11. März 1940 verordnete beispielsweise nicht nur die deutliche Kennzeichnung der Lebensmittelmarken der Juden mit einem „J“, sondern ermöglichte auch den jeweiligen Ernährungsämtern, selbst „besondere Einkaufszeiten“ für die „jüdische Bevölkerung“ zu bestimmen.82 Als Ursache für diese neue Regelung wurden in dem Erlass die im ganzen Deutschen Reich auftretenden „Unzuträglichkeiten bei der Versorgung der arischen Bevölkerung“ aufgrund der angeblich „regen Einkaufstätigkeit der jüdischen Bevölkerung“ genannt.83 Im Jahr 1941 machte auch der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg Josef Mayr von dieser neuen Regelung Gebrauch und schränkte durch eine Anordnung vom 14. Oktober 1941 die Einkaufszeiten für Juden in Augsburg massiv ein.84 Nun durften sie in Augsburg nur noch zu festgelegten Zeiten einkaufen, und es war ihnen zum Beispiel überhaupt nicht mehr erlaubt, den Stadtmarkt zu betreten. Der Oberbürgermeister wies in seiner Anordnung überdies nochmals auf das Verbot für Juden hin, Gast- und Vergnügungsstätten zu besuchen.85

Auch für Cilly und David waren die eingeschränkten Einkaufszeiten ein großes Problem, vor allem als Cilly in der Ballonfabrik von 7 Uhr bis 17 Uhr Zwangsarbeit leisten musste86 und David aufgrund seines Herzleidens nicht mehr in der Lage war, die notwendigen Einkäufe zu besorgen.87 Daraufhin bat Benno Arnold, der ab 1939 zusammen mit Ludwig Friedmann die jüdische Gemeinde in Augsburg leitete,88 im Namen von Cilly den Oberbürgermeister am 15. Juni 1942 um die Ausstellung eines Einkaufserlaubnisscheins, der es ihr ermöglichen würde, Einkäufe außerhalb der festgelegten Zeiten zu erledigen.89 Jedoch wurde dieser Antrag abgelehnt. So war für die Zuständigen das Herzleiden kein aus­reichender Grund für die Ausstellung eines Einkaufserlaubnisscheins.90 Zudem wurde in der Antwort auf die Anwesenheit der „andere[n]Glaubensgenossen in der Hausgemeinschaft“91 hingewiesen. Dass jedoch auch Cillys und Davids Mitbewohner wie Cilly Zwangsarbeit leisten mussten, wurde dabei ignoriert.

Deportationen nach Theresienstadt und Auschwitz

Die von den Nationalsozialisten bezeichnete „Endlösung der Judenfrage“ sah letztendlich nicht mehr die Vertreibung der Juden, sondern die physische Ver­nichtung aller europäischen Juden vor und leitete damit die letzte Phase der Judenverfolgung ein, die mit den systematischen Deportationen in die Vernichtungslager im Osten zum Holocaust führte.92

Die Deportationen in Augsburg begannen bereits im November 1941. Etwa 450 Juden aus Augsburg wurden in den Folgejahren verschleppt.93 Am 5. August 1942 wurden Cilly und David Mühlhauser zusammen mit 40 anderen, vorwiegend älteren jüdischen Augsburgern nach Theresienstadt deportiert.94 Darunter waren auch Davids Bruder Dr. Benno Mühlhauser und dessen Ehefrau Adele Mühlhauser, geb. Braunschweiger, die zuvor in der Hermanstraße 4 in Augsburg gewohnt hatten.95 Obwohl Benno Mühlhauser im Ersten Weltkrieg gekämpft hatte und sogar damals durch eine Gasvergiftung schwer beschädigt wurde, blieb auch er nicht von der Deportation verschont.96 Auch Jenny und Moritz Luchs sowie Berta Stein, die zusammen mit Cilly und David im „Judenhaus“ in der Mozartstraße 5 ½ gewohnt hatten, waren Teil dieses Transports.97

Zunächst wurden sie nach München-Milbertshofen gebracht. Der Transport mit der Bezeichnung II/22, der München noch am 5. August 1942 verließ, kam einen Tag später mit 50 Jüdinnen und Juden am 6. August 1942 in Theresienstadt an.98 Die letzten drei Kilometer vom Bahnhof Bohusovice, wo sie gezwungen wurden auszusteigen, zum Ghetto Theresienstadt mussten die Deportierten mit ihrem Gepäck zu Fuß zurücklegen.99

In das „Altersghetto“ Theresienstadt wurden vor allem Juden über 65 Jahre, Kriegsversehrte, Träger von hohen Auszeichnungen wie das „Eiserne Kreuz“ und Prominente untergebracht. Viele der Deportierten starben an den schlechten Lebensbedingungen im Ghetto oder wurden in der Folgezeit in die Vernichtungslager deportiert und dort ermordet.100

Die gesamten Vermögenswerte der Deportierten wurden zuvor vom NS-Regime eingezogen. Dafür wurde wieder einmal ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, welches diesen Entzug scheinbar legitimierte. Mithilfe der „Elften Verordnung zum Reichsbürgergesetz“ vom 25. November 1941 konnte das Vermögen der deportierten deutschen Juden entschädigungslos und zugunsten des deutschen Reiches eingezogen werden, wenn diese Juden nun ihren „gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland“ hatten, wodurch ihnen die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen wurde.101 Jedoch befand sich Theresienstadt nicht im „Ausland“, sondern im deutschen Reich.102 Deshalb konnte den Juden, die dorthin deportiert wurden, das Vermögen nicht auf diese Weise entzogen werden. Doch die Nationalsozialisten fanden einen anderen Weg, der ebenfalls auf einer Verordnung beruhte und ihrem Raubzug an den Juden eine scheinlegale Fassade verschaffte: So erklärten sie zum Beispiel die Deportierten zu „Staatsfeinden“ und konnten so ihr Vermögen auf Grundlage der „Verordnung über die Behandlung feindlichen Vermögens“ vom 15. Januar 1940 einziehen.103

Cilly und David Mühlhauser waren im Besitz von beweglichen Gegenständen, die einem geschätzten Gesamtwert von mindestens 2.084 RM entsprachen; auch sie wurden ihnen zugunsten des Deutschen Reiches entzogen.104 Auf einem Lieferschein wurden diverse Möbel und Gebrauchsstände von Cilly und David Mühlhauser mit ihrem jeweiligen Schätzwert aufgelistet.105 Die Stadt Augsburg hatte diese entzogenen Gegenstände am 6. November 1942 von der Dienststelle für Vermögensverwertung des Finanzamts Augsburg-Stadt erworben.106 In den Akten des Wiedergutmachungsverfahrens heißt es später, dass ihr eigentlicher Besitz an Mobiliar weitaus höherwertig gewesen sein müsste, da bis zum Zeitpunkt der Übernahme schon viele weitere Gebrauchsgegenstände weggekommen waren, die ihnen vermutlich gestohlen worden waren.107

Nur vier der 50 Deportierten des Transports II/22 überlebten den Nationalsozialismus.108 Unter den Überlebenden war auch Dr. Benno Mühlhauser.109 Durch seinen Sohn Paul, der bereits 1938 mit einem sog. Kindertransport nach Großbritannien und anschließend nach Amerika gekommen war, konnte er 1946 ebenfalls in die USA auswandern.110 Bennos Ehefrau Adele Mühlhauser überlebte nicht. Sie starb am 13. September 1942 in Theresienstadt angeblich an einer Lungenentzündung.111

Die Menschen im Ghetto lebten in ständiger Angst vor einem möglichen bevor­stehenden Transport, als in den Jahren 1943 und 1944 immer neue Transporte zu­sammengestellt wurden und das Ghetto verließen.112 Zwischen dem 28. September 1944 und dem 28. Oktober 1944 wurden in 11 Transporten insgesamt 18.402 Personen von Theresienstadt in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau gebracht.113 Vermutlich erhielten auch Cilly und David wie alle anderen Personen114 , die mit dem letzten dieser 11 Transporte, dem Transport mit der Be­zeichnung „Ev“, nach Auschwitz deportiert werden sollten, am 26. Oktober 1944 die Aufforderung zum Transport.115 Sie sollten sich noch in dieser Nacht in die Abgangshalle, die auch „Schleuse“ genannt wurde, begeben. Am 28. Oktober 1944 brachte der Transport „Ev“ 2.038 Juden von Theresienstadt nach Auschwitz-Birkenau. Der Transport erreichte zwei Tage später am 30. Oktober 1944 das Vernichtungslager im Osten.116

Nach ihrer Ankunft in Auschwitz wurden die Deportierten selektiert. Die „arbeits­fähigen“ Menschen blieben zunächst am Leben. Die übrigen 1.689 Personen des Transports „Ev“ wurden kurz darauf in die Gaskammern gebracht und ermordet.117 Von dem Transport „Ev“ gab es nur 171 bekannte Überlebende.118

Cilly und David Mühlhauser galten zunächst als verschollen. Jedoch ist es wahrscheinlich, dass auch sie aufgrund ihres Alters direkt nach ihrer Ankunft vergast wurden. Das Ehepaar wurde daher mit dem Beschluss des Amtsgerichts Augsburg vom 30. Juli 1948 für tot erklärt. Der Zeitpunkt des Todes wurde auf das Ende des Tages des Abtransports nach Auschwitz, also auf den 28. Oktober 1944 um 24 Uhr, festgelegt.119

Als Cilly und David nicht in den Listen mit den Überlebenden des Holocaust, die in der jüdischen Zeitschrift „Aufbau“ veröffentlicht wurden, genannt wurden und auch nach Arnold Millhausers Nachforschungen keine Lebenszeichen von ihnen zu finden waren, wurde auch den Kindern in den USA klar, dass ihre Eltern nicht überlebt hatten.120

Schicksale von Cillys Familienangehörigen

Anhand eines Familienfotos der Mühlhausers aus dem Jahr 1923 wird das Ausmaß der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten für die Juden anschaulich. Auf dem Bild sind 35 Personen zu sehen. Mindestens zwölf von diesen wurden ermordet und mindestens sechzehn von den Personen auf dem Foto sind ausgewandert.121 Fast alle kamen in die USA und änderten dort, sofern sie den Familiennachnamen „Mühlhauser“ trugen, diesen von „Mühlhauser“ zu „Millhauser“.122 Auch Cillys Schwester Ricka Frank, geb. Regensburger zählt zu den sechzehn Familienmitgliedern auf dem Foto, die es geschafft haben, sich ins rettende Ausland zu flüchten.123 Sie wanderte im September 1938 nach Los Angeles aus.124 Franz Mühlhauser, später Efraim Millo, war der einzige aus der Familie, der nach Israel auswanderte.125 Er war der Sohn von Davids Bruder Albert Mühlhauser, der ebenfalls zusammen mit seiner Ehefrau Marie und der Tochter Klara in Auschwitz ermordet wurde.126

Familienfoto anlässlich der Goldenen Hochzeit von Salomon und Ricka Mühlhauser, Krumbach, 1923. (Yoram Millo)

Cillys Kinder lebten beide nach ihrer Auswanderung zunächst in Fresno und dann in San Francisco. Der ältere Sohn Edgar hatte zusammen mit seiner Ehefrau Frances eine Tochter namens Bonnie und verstarb bereits im Jahr 1967 in San Francisco.127

Arnold Millhauser kämpfte von 1942 bis 1945 in der US-Armee, wobei er in Camp Ritchie für Military Intelligence ausgebildet wurde. Mit 40 Jahren heiratete Arnold die in Straßburg geborene Ann Wolff. Obwohl beide Deutsch sprechen konnten, sprachen sie ausschließlich auf Englisch miteinander. Am 26. Juni 1950 wurde ihr einziger Sohn David geboren, der allerdings am 2. Juni 1987 mit nur 37 Jahren verstarb. In San Francisco war Arnold für viele Jahre Inhaber einer Schilderdruckerei. 53 Jahre nach seiner Auswanderung kehrte er im Jahr 1987 aufgrund einer Einladung des Bürgermeisters zu einem Empfang im Rathaus zusammen mit seiner Frau für ein paar Tage nach Augsburg zurück. Am 14. September 2001 starb Arnold Millhauser im Alter von 94 Jahren in San Francisco.128

Dies ist ein Auszug aus der Biografie, die von Tamara Kirn, Schülerin des Oberstufenjahrgangs 2018/2020 am Paul-Klee-Gymnasium Gersthofen, im Rahmen des W-Seminars „Jüdische Opfer des Nationalsozialismus im Großraum Augsburg“ im Fach Geschichte erarbeitet wurde.

Angehörige
Fußnoten
  1. http://www.alemannia-judaica.de/ichenhausen_synagoge.htm (aufgerufen am 25.07.2019).
  2. StadtAIchenhausen, FB Lazarus Regensburger.
  3. https://jgbs.org/detail.php?book=marriage&id=%205218&mode= (aufgerufen am 25.07.2019); Hinweis: Die Webseite ist nicht mehr online. Die Dokumente können im Staatsarchiv Augsburg, Bestand Israelitische Standesregister Schwaben eingesehen werden.
  4. https://jgbs.org/detail.php?book=birth&id=30639&mode= (aufgerufen am 25.07.2019), Staatsarchiv Augsburg. Marie Regensburger wird allerdings nicht bei den Kindern im Familienbogen des Lazarus Regensburger aufgeführt. Die Ursache hierfür könnte ihr frühes Todesdatum sein.
  5. StadtAIchenhausen, FB Lazarus Regensburger.
  6. https://jgbs.org/detail.php?book=death&id=9425&mode= (aufgerufen am 25.07.2019), Staatsarchiv Augsburg.
  7. StadtAIchenhausen, FB Lazarus Regensburger.
  8. StadtAGz, Heiratsregister Nr.6/1904.
  9. StadtAIchenhausen, FB Lazarus Regensburger.
  10. https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Jüdisches_Schulwesen_in_Bayern_(1804-1918) #Beispiel:_Die_j.C3.BCdische_Schule_inIchenhausen.28Lkr._G.C3.BCnzburg.29 (aufgerufen am 19.10.2019).
  11. Im Heiratsregister von Cilly Mühlhauser wird diese Adresse als Cillys Wohnort angegeben. Bei Cillys Eltern ist dort lediglich vermerkt, dass sie in Ichenhausen wohnhaft seien. Man kann also davon ausgehen, dass beim Hohen Brühl Nr. 88 auch die Eltern gewohnt haben, vgl. StadtAGz, Heiratsregister Nr.6/1904.
  12. Erwin Bosch/Esther Bloch/Ralph Bloch (Hg.), Der jüdische Friedhof von Krumbach-Hürben (Quellen und Darstellungen zur jüdischen Geschichte Schwabens Bd.4), Augsburg 2015, S. 500ff.
  13. Herbert Auer, Die Einbindung der Juden in das öffentliche Leben und das Vereinswesen in der Gemeinde Hürben/Krumbach, in: Peter Fassl (Hg.), Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben (Irseer Schriften 2), Sigmaringen 1994, S. 117-128.
  14. Erwin Bosch/Esther Bloch/Ralph Bloch (Hg.), 2015, S. 380, 500ff.
  15. Ebd., S. 500ff.
  16. Ebd., S. 380.
  17. Ebd., S. 500ff.
  18. Ebd.
  19. StadtAGz, Heiratsregister Nr.6/1904.
  20. Erwin Bosch/Esther Bloch/Ralph Bloch (Hg.), 2015, S. 380, 500ff.
  21. Ebd.; vgl. Herbert Auer, Ihre Seelen seien eingebunden im Bündel des Lebens, Eine Dokumentation der verbliebenen Grabmale auf dem israelitischen Friedhof Krumbach-Hürben, Krumbach, 2010, S. 366, 538-541.
  22. Benigna Schönhagen, Die zweite jüdische Gemeinde von Augsburg 1861-1943, in: Michael Brenner/Sabine Ullmann (Hg.), Die Juden von Schwaben, München 2013, S. 226.
  23. StadtAA, FB David Mühlhauser.
  24. Die Aufhebung der Literabezeichnung trat am 1. April 1938 in Kraft, vgl. Aufhebung der Literabezeichnung im Altstadtgebiete von Augsburg, Augsburg 1938, S. 31.
  25. Adreßbuch der Stadt Augsburg 1898, Augsburg 1898, I. Theil, S. 31.
  26. Sowohl August als auch Moriz Bühler sind Söhne von Elias und Klara Bühler und damit die Brüder von Ricka Mühlhauser: https://jgbs.org/detail.php?book=birth&id=7715&mode=blank (aufgerufen am 27.07.2019), Staatsarchiv Augsburg; Moriz Bühler, der ab 1901 in München lebte: Stadtarchiv München (Hg.), Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, Bd. 1, München 2003, S. 216.
  27. StadtAA, FB David Mühlhauser.
  28. StadtAA, GK I, Adolf Oettinger.
  29. Die Umbenennung in Martin-Luther-Platz 6 trat am 1. April 1938 in Kraft, vgl. Aufhebung der Literabezeichnung im Altstadtgebiete von Augsburg, Augsburg 1938, S.37.
  30. StadtAA, GK I, Adolf Oettinger.
  31. StadtAA, FB David Mühlhauser.
  32. StadtAGz, Heiratsregister Nr.6/1904.
  33. Ebd.
  34. Aufhebung der Literabezeichnung im Altstadtgebiete von Augsburg, Augsburg 1938, S. 31.
  35. StadtAA, FB David Mühlhauser.
  36. BayHStA, LEA 56857, Antrag vom 10.10.1957.
  37. StadtAA, FB David Mühlhauser (siehe Anhang 2.3, Abb. 6, 7).
  38. https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf, S. 6. (aufgerufen am 15.04.2019).
  39. StadtAA, GK I, Adolf Oettinger.
  40. https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf, S. 6f. (aufgerufen am 15.04.2019).
  41. Ebd., S. 11 (Übersetzung der Verfasserin).
  42. StadtAA, FB Edgar Mühlhauser.
  43. http://212.227.236.244/passagierlisten/listen.php?ArchivIdent=AIII15-05.10.1927-2_N&pass=Schmuland&abreisehafen=Bremen&ankunftshafen=Halifax,%20Kanada&ID=272818&lang=de (aufgerufen am 28.07.2019); gegenteilig dazu: Arnold Millhauser gibt in einem Interview an, dass sein Bruder Edgar Millhauser im Jahr 1929 ausgewandert sei, vgl. https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf, S. 10 (aufgerufen am 15.04.2019).
  44. https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf, S. 10 (aufgerufen am 15.04.2019).
  45. BayHStA, LEA 56857, Schilderung der Verfolgungsvorgänge und Erklärung des Schadenfalles durch Arnold Mühlhauser vom 22.07.1957.
  46. https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf, S. 5f. (aufgerufen am 15.04.2019).
  47. Ebd., S. 7.
  48. Ebd., S. 11.
  49. Ebd., S. 12.
  50. Ebd., S. 7-9, 12.
  51. Reichsbürgergesetz vom 15.09.1935, RGBl. I, S. 1146.
  52. StadtAA, MK 2, David Mühlhauser.
  53. StadtAA, PB Mozartstraße 5 ½.
  54. StAA, Wiedergutmachungsbehörde V, a 346, Anmeldung vom 28.10.1948.
  55. Vor der Umbenennung in die „Adolf-Hitler-Straße“ im Jahr 1933 hieß die Straße „Augsburger Straße“. Von 1945 bis 1947 wurde ihr Name wieder zu „Augsburger Straße“ umgeändert. Seit 1947 wird sie „Klausenberg“ genannt, vgl. StAA, Wiedergutmachungsbehörde V, a 346, Anmeldung vom 28.10.1948.
  56. Anne Schmucker, „Arisierung“ von Wohn- und Geschäftshäusern, in: Winfried Nerdinger (Hg.), Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit, Berlin 2012, S. 172f.
  57. Ebd.
  58. StAA, Wiedergutmachungsbehörde V, a 346, Anmeldung vom 28.10.1948.
  59. Anne Schmucker, 2012, S. 172f.
  60. Ebd.
  61. Durchführungsverordnung über die Sühneleistung der Juden vom 21.11.1938, RGBl I, S. 1638ff.
  62. StAA, Wiedergutmachungsbehörde V, a 416, Antrag vom 28.10.1948.
  63. Ebd.
  64. Zweite Durchführungsverordnung über die Sühneleistung der Juden vom 19.10.1939, RGBl I, S. 2059.
  65. Durchführungsverordnung über die Sühneleistung der Juden vom 21.11.1938, RGBl I, S. 1638ff.
  66. StAA, Wiedergutmachungsbehörde V, a 416, Antrag vom 28.10.1948.
  67. Ebd.
  68. Im Heiratsregister findet man Randvermerke vom 6. Januar 1939 über die Namensänderung von Cilly und David Mühlhauser und der entsprechenden Verordnung, vgl. StadtAGz, Heiratsregister Nr. 6/1904; vgl. Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen vom 17.08.1938, RGBl I, S. 1044.
  69. Benigna Schönhagen, 2013, S. 247.
  70. Jedoch konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht die ganze Familie auswandern, vgl. dazu: Anne Schmucker, Reiheneckhaus Alfred Stein, in: Winfried Nerdinger (Hg.), Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit, Berlin 2012, S. 189.
  71. Ebd.
  72. Anne Schmucker, 2012, S. 172f und S. 189.
  73. Ebd.
  74. StadtAA, PB Mozartstraße 5 ½.
  75. Sabine Klotz, Jüdisches Leben, in: Winfried Nerdinger (Hg.), Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit, Berlin 2012, S. 156f.
  76. Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden vom 01.09.1941, RGBl I, S. 547.
  77. Anne Schmucker, 2012, S. 172f.
  78. Benigna Schönhagen, 2013, S. 247.
  79. https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf, S. 29. (aufgerufen am 15.04.2019).
  80. Benigna Schönhagen, 2013, S. 247.
  81. Listen von Angehörigen der Vereinten Nationen, anderer Ausländer, deutscher Juden und Staatenloser_amerik. Zone, 2.1.1.1/ 69825465/, ITS Digital Archive, Arolsen Archives.
  82. StadtAA, Bestand 32, Nr.213, Einkaufszeiten für Juden (1941-1943), Erlass zur „Lebensmittel­versorgung der Juden“ vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft vom 11.03.1940.
  83. Ebd.
  84. StadtAA, Bestand 32, Nr.213, Einkaufszeiten für Juden (1941-1943), Anordnung des Ober­bürgermeisters der Stadt Augsburg über die Einkaufszeit der Juden vom 14.10.1941.
  85. Ebd.
  86. Benno Arnold erwähnt in einem Schreiben die Arbeitszeiten der Augsburger Jüdinnen in der Ballonfabrik, vgl. StadtAA, Bestand 32, Nr.213, Einkaufszeiten für Juden (1941-1943), Schreiben des Benno Arnold an den Oberbürgermeister der Stadt Augsburg vom 20.12.1941 mit Bitte um Ausstellung von Einkaufserlaubnisscheinen.
  87. StadtAA, Bestand 32, Nr.213, Einkaufszeiten für Juden (1941-1943), Schreiben des Benno Arnold an den Oberbürgermeister der Stadt Augsburg mit Bitte um Ausstellung eines Einkaufserlaubnisscheins für Cilly Mühlhauser vom 15.06.1942 (siehe Anhang 2.8, Abb. 18).
  88. Benigna Schönhagen, 2013, S. 249.
  89. StadtAA, Bestand 32, Nr.213, Einkaufszeiten für Juden (1941-1943), Schreiben des Benno Arnold an den Oberbürgermeister der Stadt Augsburg mit Bitte um Ausstellung eines Einkaufserlaubnisscheins für Cilly Mühlhauser vom 15.06.1942.
  90. StadtAA, Bestand 32, Nr.213, Einkaufszeiten für Juden (1941-1943), Antwortschreiben des Stadtrechtsrats an die Reichsvereinigung der Juden in Augsburg vom 19.06.1942.
  91. Ebd.
  92. https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/voelkermord.html (aufgerufen am 19.10.2019).
  93. Sabine Klotz, Jüdisches Leben, in: Winfried Nerdinger (Hg.), Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit, Berlin 2012, S. 156f.
  94. http://www.statistik-des-holocaust.de/II22-1.jpg (aufgerufen am 03.08.2019); https://deportation.yadvashem.org/index.html?language=de&itemId=5092230&ind=-1 (aufgerufen am 03.08.2019).
  95. http://www.statistik-des-holocaust.de/II22-1.jpg (aufgerufen am 03.08.2019).
  96. Gernot Römer (Hg.), „An meine Gemeinde in der Zerstreuung“. Die Rundbriefe des Augsburger Rabbiners Ernst Jacob 1941-1949 (Materialien zur Geschichte des Bayerischen Schwaben, Bd. 29), Augsburg 2007, S. 312.
  97. http://www.statistik-des-holocaust.de/II22-1.jpg, http://www.statistik-des-holocaust.de/II22-2.jpg (aufgerufen am 03.08.2019).
  98. https://deportation.yadvashem.org/index.html?language=de&itemId=5092230&ind=-1 (aufgerufen am 03.08.2019).
  99. Ebd.
  100. Ebd.
  101. Elfte Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25.11.1941, RGBl I, 1941, S. 723.
  102. Maximilian Strnad, Zwischenstation „Judensiedlung“. Verfolgung und Deportation der jüdischen Münchner 1941–1945, München 2011, S. 129.
  103. Ebd.; Verordnung über die Behandlung feindlichen Vermögens vom 15.01.1940, RGBl I, 1940, S. 191ff.
  104. StAA, Finanzmittelstelle Rückerstattungsakten, V 1/11, Schreiben vom 17.02.1954 mit Kopie des Lieferscheins des Juden David I. Mühlhauser und Cilly S. Mühlhauser.
  105. Ebd.
  106. StAA, Finanzmittelstelle Rückerstattungsakten, V 1/11, Schreiben vom 06.04.1954.
  107. StAA, Wiedergutmachungsbehörde V, a 417, Anmeldung vom 28.10.1948.
  108. https://deportation.yadvashem.org/index.html?language=de&itemId=5092230&ind=-1, (aufgerufen am 03.08.2019).
  109. Gernot Römer, In der Fremde leben meine Kinder…, Lebensschicksale kindlicher jüdischer Auswanderer aus Schwaben unter der Naziherrschaft, Augsburg 1996, S. 61.
  110. Ebd., S. 59 und S. 61.
  111. https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/25750-adele-m-hlhauser/ (aufgerufen am 10.09.2019).
  112. http://www.ghetto-theresienstadt.de/terezinghetto.htm#september (aufgerufen am 04.08.2019).
  113. https://deportation.yadvashem.org/index.html?language=de&itemId=5092072 (aufgerufen am 03.08.2019).
  114. Cilly und David stehen auf der Liste des Transports Ev nach Auschwitz, vgl. Transportliste des Ghettos Theresienstadt zum KZ Auschwitz, 1.1.42.1/ 4959580/ ITS Digital Archive, Arolsen Archives; Transportkarte des Ghettos Theresienstadt zu Cilly Mühlhauser, vgl. Kartei Ghetto Theresienstadt, 1.1.42.2/ 5066868/ ITS Digital Archive, Arolsen Archives.
  115. https://deportation.yadvashem.org/index.html?language=de&itemId=5092072 (aufgerufen am 03.08.2019).
  116. Ebd.
  117. Danuta Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945, Hamburg 1989, S. 920.
  118. https://deportation.yadvashem.org/index.html?language=de&itemId=5092072 (aufgerufen am 03.08.2019).
  119. StAA, Wiedergutmachungsbehörde V, a 346, Kopie des Beschlusses des Amtsgerichts Augsburg Ur II 71 und 72/48 zur Todeserklärung von Cilly und David Mühlhauser vom 30.07.1948.
  120. https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf, S. 9f. (aufgerufen am 15.04.2019).
  121. In der folgenden Quelle sind sowohl die auf dem Foto abgebildeten Personen als auch deren Schicksale aufgelistet, Gernot Römer, Die Austreibung der Juden aus Schwaben. Schicksale nach 1933 in Berichten, Dokumenten, Zahlen und Bildern, Augsburg 1987, S. 254f.
  122. Gernot Römer, 1987, S. 254f.
  123. Ebd.
  124. StAA, Wiedergutmachungsbehörde V, a 417, Eidesstaatliche Versicherung durch Luise Kohn-Millhauser und Ricka Frank vom 03.06.1949.
  125. Gernot Römer, 1987, S. 254f.
  126. Sabrina Albers/Katrin Hopstock, Erste Stolpersteinverlegung in Speyer, in: aktiv dabei, 2018, Ausgabe 3, S.9-13; mehr zur Geschichte der Familie Mühlhauser in Speyer siehe auch: Yoram Millo, Ein Geschenk und großer Schatz, Tagebuchaufzeichnungen von Marie Dreyfuss, in: aktiv dabei, 2014, Ausgabe 4, S. 42-50.
  127. Gernot Römer, 2007, S. 312.
  128. Ebd., S. 311f.; https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf, S. 17ff. (aufgerufen am 15.04.2019).
Quellen- und Literaturverzeichnis
Unveröffentlichte Quellen:

Bayerisches Hauptstaatsarchiv (BayHStA)
Landesentschädigungsamt (LEA)
LEA 56857, Antrag vom 10.10.1957

ITS Digital Archive, Arolsen Archives
Listen von Angehörigen der Vereinten Nationen, anderer Ausländer, deutscher Juden und Staatenloser_amerik. Zone, 2.1.1.1/ 69825465/,

Stadtarchiv Ichenhausen (StadtAIchenhausen)
Familienbogen (FB):
FB Lazarus Regensburger

Stadtarchiv Günzburg (StadtAGz)
Heiratsregister Nr.6/1904

Stadtarchiv Augsburg (StadtAA)
Familienbogen (FB):
David Mühlhauser
Edgar Mühlhauser

Gewerbekartei I (GK I):
Adolf Öttinger

Polizeibogen (PB):
Mozartstraße 5 ½

Bestand 32, Nr.213, Einkaufszeiten für Juden (1941-1943)

Staatsarchiv Augsburg (StAA)
Wiedergutmachungsbehörde V, a 346
Wiedergutmachungsbehörde V, a 416
Wiedergutmachungsbehörde V, a 417
Finanzmittelstelle Rückerstattungsakten, V 1/11

Veröffentlichte Quellen:

Adreßbuch der Stadt Augsburg 1898, Augsburg 1898.

Reichgesetzblatt (RGBl)
Durchführungsverordnung über die Sühneleistung der Juden vom 21.11.1938, RGBl I, S.1638ff.

Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen vom 17.08.1938, RGBl I, S. 1044.

Zweite Durchführungsverordnung über die Sühneleistung der Juden vom 19.10.1939, RGBl I, S. 2059.

Verordnung über die Behandlung feindlichen Vermögens vom 15.01.1940, RGBl I, 1940, S. 191ff.

Elfte Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25.11.1941, RGBl I, 1941, S.723.

Internet:

http://212.227.236.244/passagierlisten/listen.php?ArchivIdent=AIII15-05.10.1927-2_N&pass=Schmuland&abreisehafen=Bremen&ankunftshafen=Halifax,%20Kanada&ID=272818&lang=de (aufgerufen am 28.07.2019)

http://www.alemannia-judaica.de/ichenhausen_synagoge.htm (aufgerufen am 25.07.2019).

http://www.ghetto-theresienstadt.de/terezinghetto.htm#september (aufgerufen am 04.08.2019).

http://www.statistik-des-holocaust.de/II22-1.jpg (aufgerufen am 03.08.2019)

http://www.statistik-des-holocaust.de/II22-1.jpg (aufgerufen am 03.08.2019);

http://www.statistik-des-holocaust.de/II22-2.jpg (aufgerufen am 03.08.2019).

https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf, S. 10 (aufgerufen am 15.04.2019).

https://collections.ushmm.org/oh_findingaids/RG-50.477.0575_trs_en.pdf (aufgerufen am 15.04.2019).

https://deportation.yadvashem.org/index.html?language=de&itemId=5092230&ind=-1 (aufgerufen am 03.08.2019).

https://deportation.yadvashem.org/index.html?language=de&itemId=5092230&ind=-1, (aufgerufen am 03.08.2019).

https://jgbs.org/detail.php?book=birth&id=30639&mode= (aufgerufen am 25.07.2019), Staatsarchiv Augsburg. Marie Regensburger wird allerdings nicht bei den Kindern im Familienbogen des Lazarus Regensburger aufgeführt. Die Ursache hierfür könnte ihr frühes Todesdatum sein.

https://jgbs.org/detail.php?book=birth&id=7715&mode=blank (aufgerufen am 27.07.2019)

https://jgbs.org/detail.php?book=death&id=9425&mode= (aufgerufen am 25.07.2019)

https://jgbs.org/detail.php?book=marriage&id=%205218&mode= (aufgerufen am 25.07.2019)

https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/voelkermord.html (aufgerufen am 19.10.2019).

https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Jüdisches_Schulwesen_in_Bayern_(1804-1918)#Beispiel:_Die_j.C3.BCdische_Schule_in_Ichenhausen_.28Lkr._G.C3.BCnzburg.29 (aufgerufen am 19.10.2019).

https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/25750-adele-m-hlhauser/ (aufgerufen am 10.09.2019).

Literatur:

Sabrina Albers/Katrin Hopstock, Erste Stolpersteinverlegung in Speyer, in: aktiv dabei, 2018, Ausgabe 3, S.9-13.

Herbert Auer, Die Einbindung der Juden in das öffentliche Leben und das Vereinswesen in der Gemeinde Hürben/Krumbach, in: Peter Fassl (Hg.), Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben (Irseer Schriften 2), Sigmaringen 1994, S. 117-128.

Herbert Auer, Ihre Seelen seien eingebunden im Bündel des Lebens, Eine Dokumentation der verbliebenen Grabmale auf dem israelitischen Friedhof Krumbach-Hürben, Krumbach, 2010.

Erwin Bosch/Esther Bloch/Ralph Bloch (Hg.), Der jüdische Friedhof von Krumbach-Hürben (Quellen und Darstellungen zur jüdischen Geschichte Schwabens Bd.4), Augsburg 2015.

Danuta Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945, Hamburg 1989, S. 920.

Sabine Klotz, Jüdisches Leben, in: Winfried Nerdinger (Hg.), Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit, Berlin 2012.

Yoram Millo, Ein Geschenk und großer Schatz, Tagebuchaufzeichnungen von Marie Dreyfuss, in: aktiv dabei, 2014, Ausgabe 4, S. 42-50.

Gernot Römer (Hg.), „An meine Gemeinde in der Zerstreuung“. Die Rundbriefe des Augsburger Rabbiners Ernst Jacob 1941-1949 (Materialien zur Geschichte des Bayerischen Schwaben, Bd. 29), Augsburg 2007.

Gernot Römer, Die Austreibung der Juden aus Schwaben. Schicksale nach 1933 in Berichten, Dokumenten, Zahlen und Bildern, Augsburg 1987.

Gernot Römer, In der Fremde leben meine Kinder…, Lebensschicksale kindlicher jüdischer Auswanderer aus Schwaben unter der Naziherrschaft, Augsburg 1996.

Anne Schmucker, „Arisierung“ von Wohn- und Geschäftshäusern, in: Winfried Nerdinger (Hg.), Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit, Berlin 2012.

Anne Schmucker, Reiheneckhaus Alfred Stein, in: Winfried Nerdinger (Hg.), Bauten erinnern. Augsburg in der NS-Zeit, Berlin 2012, S. 189.

Benigna Schönhagen, Die zweite jüdische Gemeinde von Augsburg 1861-1943, in: Michael Brenner/Sabine Ullmann (Hg.), Die Juden von Schwaben, München 2013.

Stadtarchiv München (Hg.), Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945, Bd. 1, München 2003.

Maximilian Strnad, Zwischenstation „Judensiedlung“. Verfolgung und Deportation der jüdischen Münchner 1941–1945, München 2011, S. 129.